Schürener Straße

Diese Haltestelle steht am Abgrund

SCHÜREN - Eigentlich hatten die Anwohner der Schüruferstraße gehofft, dass die Haltestelle Schürener Straße bald wieder genutzt werden kann. Doch das kann noch lange dauern. Denn die Haltestelle steht am Rand einer Baugrube. Bei Busnetzbetreiber DSW21 ist man überrascht.

Schon im September, als die Baustelle an der Schüruferstraße eingerichtet wurde, gab es aus den Reihen der Bürger und auch der kommunalen Politik die Bitte, die Haltestelle Schürener Straße wieder nutzbar zu machen. Die war durch einen Bauzaun der benachbarten Baumaßnahme (Mehrfamilienhaus) nicht zugänglich.

Denn hier, im Gegensatz zu der Nothaltestelle, die von der DSW21 knapp 50 Meter weiter östlich eingerichtet wurde, gibt es ein schützendes Dach. Dieser Bitte konnte die DSW jedoch nicht nachkommen, das machte Pressesprecher Marc Wiegand im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich.

Um den Individualverkehr bei einer Ausweitung der Donetz-Baustelle auf der Schüruferstraße nicht zu stören, konnte sich der Pressesprecher jedoch vorstellen, zumindest die Busbucht wieder zu reaktivieren - wie gesagt, das war im September. Knapp sechs Wochen später sieht die Sache anders aus. Nachdem die Baustelle für den Wohnkomplex lange ruhte, begannen vor gut einer Woche Bagger, sich von der Schürener Straße näher an die Schüruferstraße und damit auch in Richtung Baustelle zu graben. Und vergaßen scheinbar den Hang in Richtung Bürgersteig ordentlich zu sichern.

Hang abgerutscht

"Nun ist es passiert, der Hang ist seitlich vom Wartehäuschen abgerutscht.... Zudem ist der aufgestellte Bauzaun nicht standfest, wurde zuletzt beim Sturm auf fast 100 Meter auf den Gehweg gekippt, gut dass niemand da zu Schaden gekommen ist. Nicht auszudenken, wenn mal ein Fußgänger/Radfahrer in den Zaun fällt und in die Tiefe stürzt...", schrieb uns jetzt ein Anwohner per Mail.

Das ist ohne Frage eine Gefahrenquelle. Nur wer ist vor Ort zuständig?

Eine Anfrage an die Pressestelle der Stadt Dortmund wurde von dort so beantwortet: "Bei der Maßnahme handelt es sich um eine private Baumaßnahme mit einer Hangsicherung. Das Tiefbauamt hat Maßnahmen in Bezug auf die Gehwegbreite, Baustellenabsicherung und Lagerung von Material angeordnet.

Schäden trägt die Baufirma

Die Haltestelle muss von DSW21 in Abstimmung mit dem Bauträger/Baufirma erfolgt sein. Das Tiefbauamt ist dafür nicht zuständig." Was die Schäden am Bürgersteig anginge, gäbe es jedoch eine klare Regelung. Hier würde der Verursacher, also der Bauträger oder die Baufirma, die Kosten für die Wiederherstellung des Gehwegs tragen.

Auch die DSW21 hat Wind von der Haltestelle am Abgrund bekommen. Nach einem Gespräch mit Verkehrsplaner Heinz Kempner versprach dieser, dass sich Mitarbeiter den Fall vor Ort anschauen. Die Ersatzhaltestelle wird also noch auf unbestimmte Zeit bestehen bleiben - zum Ärger der Fahrgäste ohne ein schützendes Dach über dem Kopf.

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