Schulweg

Eltern-Taxis sind vor Dortmunds Schulen weiter ein großes Problem

Dortmunds Erstklässler bewegen sich sicher durch den Straßenverkehr. Das ist das Ergebnis einer ersten Bilanz der Polizei. Probleme bereiten jedoch die Eltern.

Nach langem Training mit der Polizei waren Dortmunds Schulanfänger zwischen dem Schulanfang Ende August 2018 und den Herbstferien erstmals selbstständig im Straßenverkehr unterwegs. Wie ist das angelaufen? Fragen an den 1. Polizeihauptkommissar Ralf Lenfert vom Verkehrsdienst der Dortmunder Polizei.

Herr Lenfert, Jahr für Jahr trainiert die Polizei mit Erstklässlern für den sicheren Schulweg. Der Schulbeginn liegt jetzt acht Wochen zurück - läuft alles gut im Straßenverkehr?

Es läuft ganz gut. Bisher gab es keine Probleme. In den ersten 14 Tagen haben wir die Erstklässler intensiv begleitet und den Verkehr überwacht. Schon ein Jahr, bevor sie zur Schule gehen, besuchen sie die Puppenbühne und üben in den Stadtteilen mit den Bezirksbeamten die Schulwege. Alles läuft in geordneten Bahnen.

Schon oft haben wir über die Probleme mit Eltern-Taxis berichtet. Immer wieder kontrolliert die Polizei vor den Schulen. Ist das immer noch ein Dauerbrenner?

Ja. An der einen Schule mehr, an der anderen Schule weniger. Mit der Stadt und den Schulen arbeiten wir das ab und prüfen, wo Hol- und Bringzonen eingerichtet werden können. Aufgrund der Vielzahl der Schulen ist das ein längerer Prozess. Wo es bereits Bringzonen gibt, ist es in der Anfangsphase besser geworden. Grundsätzlich ist das Problem noch vorhanden, weil es uneinsichtige Eltern gibt. In ihrem bestreben, möglichst nah an die Schulen heranzufahren, verursachen sie vor den Schulen ein Verkehrschaos.

Schulkinder sind ständige und gleichberechtigte Teilnehmer im Straßenverkehr. Worauf kommt es speziell für die Erstklässler in der Zeit nach den Herbstferien an?

Jetzt beginnt die dunkle Jahreszeit. Wir müssen immer wieder darauf hinweisen: Dann ist es besonders wichtig, dass Kinder helle und reflektierende Kleidung tragen, damit sie im Straßenverkehr auffallen. Wir werden nach den Ferien verstärkt darauf hinweisen. Unser Aufruf an die Autofahrer lautet: Sie sollten gerade in den frühen Morgenstunden vorsichtig fahren und auf die Kinder achten.

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