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Die Lippebrücke ist aktuell gesperrt und gehört auch zu den 50 Bauwerken, die sich einer Prüfung unterziehen müssen.

Sicherheit

Kreis lässt 50 Brücken prüfen

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KREIS RE - An den meisten Standorten sind die Untersuchungen seit Jahren überfällig. Jetzt wird eine Tochter des Lippeverbandes helfen. Der Vertrag ist perfekt.

Ab Februar 2019 sollen die Hauptuntersuchungen an rund 50 Brücken des Kreises Recklinghausen nachgeholt werden. Die Kreisverwaltung hat in dieser Woche der Lippe Wassertechnik GmbH, einem Tochterunternehmen des Lippeverbandes (Essen), den entsprechenden Auftrag erteilt.

Der Kreis hatte im November öffentlich eingestehen müssen, mit der Prüfung von 53 Brückenbauwerken in Rückstand geraten zu sein. Begründet hatte die Verwaltung das mit fehlendem Fachpersonal. In der letzten Kreistagssitzung warfen CDU und FDP Landrat Cay Süberkrüb (SPD) vor, „grob fahrlässig“ mit der Sicherheit der Bürger umzugehen. Der Kreis selbst versichert allerdings, dass „kein Sicherheitsdefizit“ bestehe.

Viele Kontrollen überfällig

Die Brücken müssen eigentlich alle sechs Jahre von Ingenieuren einer intensiven Untersuchung unterzogen werden. An den meisten Standorten sind diese Überprüfungen seit Jahren überfällig. So liegt zum Beispiel die letzte Generaluntersuchung bei den Kanal- und Lippebrücken entlang der K6 zwischen Marl-Brassert und Dorsten-Barkenberg 18 Jahre zurück. Diese Strecke wird von vielen Chemiepark-Pendlern genutzt. Aus dem Jahr 2002 datiert die Hauptprüfung der Recklinghäuser Oerwegbrücke, die die Eisenbahnstrecke Essen - Münster überspannt. Die Straße stellt eine wichtige Verbindung für Autofahrer zwischen Recklinghausen und Oer-Erkenschwick dar.

Dauer: Unbekannt

Die 50 Brücken sollen jetzt nach Priorität abgearbeitet werden. Keine Angaben machte die Verwaltung zur voraussichtlichen Dauer dieses Prozesses. Auch die Frage nach den Kosten blieb am Freitag im Kreishaus unbeantwortet. Die Auftragserteilung an die Wassertechnik Lippe GmbH erfolgte auf dem kurzen Dienstweg. Der Auftrag musste nicht öffentlich ausgeschrieben werden, weil der Kreis Recklinghausen Mitglied des Lippeverbandes ist. Es handelt sich deshalb um ein sogenanntes „Inhouse-Geschäft“.

Dass die Lippeverband-Tochter so kurzfristig einspringen konnte, obwohl die Nachfrage nach Ingenieurleistungen gewaltig ist, wirkte auf Außenstehende überraschend. Lippeverband und Emschergenossenschaft besitzen eigene Brücken und Durchlässe, die von den Ingenieuren der Lippe Wassertechnik GmbH überprüft werden müssen. Darüber hinaus werden deren Ingenieure auch für Dritte tätig, die für diese Dienstleistung allerdings bezahlen müssen.

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