Sieben Jahre Haft

Kein Zweifel an sexuellem Missbrauch der Tochter

MARL - Ein 39-jähriger Handwerker ist am Freitag am Bochumer Landgericht zu sechs Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Die Richter hatten am Ende keine Zweifel, dass der Angeklagte über Jahre hinweg ein anfangs vierjähriges Mädchen sexuell gequält und missbraucht hat. Auch in Marl.

Bei dem Missbrauchs-Opfer handelt es sich um die heute 13 Jahre alte Tochter der ehemaligen Frau des 39-jährigen Herteners. Weil der Angeklagte die gegen ihn erhobenen Missbrauchs-Vorwürfe bis zuletzt abgestritten hatte, hatte die Schülerin in der vergangenen Woche in nicht-öffentlicher Verhandlung ihre Zeugenaussage gemacht. Die 13-Jährige muss die Richter der 5. Jugendschutzkammer dabei letztlich absolut davon überzeugt haben, dass es überhaupt keinen Grund gibt, an den von ihr geschilderten „Albtraum-Übergriffen“ ihres damaligen Stiefvaters zu zweifeln. Denn die Richter glaubten eindeutig ihr – und eben nicht an die Unschuldsbeteuerungen des Angeklagten.

Die Staatsanwaltschaft hatte sogar acht Jahre Haft beantragt. Soweit wollten die Richter allerdings dann doch nicht gehen. Ebenso lehnten sie es ab, den 39-Jährigen mit dem Urteil festzunehmen, sondern beließen es dabei, dass der Hertener vorerst auf freiem Fuß bleiben darf.

Laut Urteil hat sich der Handwerker seit April 2010 mindestens sechsmal massiv an seiner Stieftochter sexuell vergangen. Die ersten Übergriffe sollen in der Familienwohnung in Westerholt, spätere nach einem Umzug in Marl-Drewer passiert sein. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der 39-Jährige kann mit der Revision noch den Bundesgerichtshof anrufen.

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