Silvester in Dortmund

Auffallend viele Explosions-Verletzungen durch Pyrotechnik

Dortmund - Während draußen an Silvester die Böller knallten, operierten Ärzte am Dortmunder Klinikum teils schwer verletzte Patienten. In diesem Jahr mehr als sonst. Nicht alle weggesprengten Finger waren zu retten.

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei warnten Wochen und Tage vor Silvester vor dem sorglosen Umgang mit Pyrotechnik. Bei nicht allen Dortmundern kam diese Botschaft an: Sie verletzten sich selbst mit Böllern und Raketen oder wurden von anderen verletzt, die im Umgang mit Pyrotechnik nicht vorsichtig waren. Das Klinikum versorgte oder operierte 43 Patienten mit Explosionsverletzungen. Darunter 21 Kinder.

Mehr Patienten als sonst

Das Klinikum Dortmund behandelte in der Unfallklinik am Fredenbaum in der Silvesternacht und am Neujahrstag "auffallend viele" Patienten mit Explosionsverletzungen - 22 in der Unfallklinik am Fredenbaum und 21 in der Kinderchirurgie an der Beurhausstraße. Mehr als sonst, wie die Ärzte berichteten.

Marc Raschke, Sprecher des Klinikums Dortmund, berichtete von teils "sehr schweren Verletzungen" an Hand, Haut und Gesicht. Handchirurgen, Mund- und Kieferchirurgen, Gesichtschirurgen und Spezialisten für Schwerstbrandverletzte operierten die Patienten.

Ärzte konnten nicht alle Finger annähen

"Teilweise mussten komplett abgetrennte Finger wieder angenäht werden, was je nach Schwere der Verletzung nicht immer erfolgreich gelingen konnte", sagte Marc Raschke über die medizinischen Folgen der Feuerwerks-Unfälle. Mehrere verletzte Kinder musste auch die Ambulanz der Kinderchirurgie an der Beurhausstraße in der Innenstadt versorgen. 15 Kinder konnten die Ambulanz nach ärztlicher Erstversorgung wieder verlassen. In 6 Fällen wurden Kinder oder Jugendliche wegen schwerer Verletzungen am Kopf, an Händen und Rücken stationär aufgenommen.

Die Polizei warnte am Dienstag vor gefährlichen Blindgängern:

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