Skatepark am Dortmunder U entsteht

Aus bisher ungenutzter Fläche wird ein urbaner Raum

Dortmund - In Eigenregie entwickelt die Skateboard-Initiative Dortmund einen Skatepark auf dem bisher ungenutzten Areal am Dortmunder U. Auch wenn der Nutzungsvertrag begrenzt ist.

Dortmund hat zukünftig einen neuen, urbanen und in Eigenregie gebauten Skatepark. Im Schatten des U-Turms, zwischen dem FZW und dem Restaurant Emil, wird seit Ende Mai ein Skatepark gebaut. Das freie Areal hat eine Gesamtfläche von 3000 Quadratmetern, ist komplett betoniert und war ungenutzt.

Dienstag kam die Frage, Freitag die ersten Pläne

Vor einigen Wochen kam Stadtdirektor Jörg Stüdemann auf die Skateboard-Initiative Dortmund zu und fragte, ob sie Interesse an einer Zwischennutzung des Areals hätte. "Herr Stüdemann kam uns dienstags besuchen, und am Freitag saßen wir schon mit ihm zusammen, um die Details zu besprechen", so Dennis Klepping, Vorsitzender der Skateboard-Initiative. Mittlerweile ist ein Nutzungsvertrag bis Oktober 2018 unterschrieben.

Dahinter steckt die Idee, die schon am U vorhandene Skater-Szene auf einem Areal zu bündeln und ihr gleichzeitig die Möglichkeit zur freien Gestaltung zu überlassen. So entsteht nach und nach ein Skatepark nach den Wünschen und Bedürfnissen der Szene. "Wir machen hier alles ehrenamtlich in Eigenregie und zeigen, dass man mit wenig Geld viel umsetzten kann", erklärt Jana Malzkorn von der Skateboard-Initiative.

T-Shirts verkaufen und Spenden sammeln

Täglich wird dort gewerkelt - komplett durch Vereinsgelder und vor allem Spenden finanziert. Freunde, Bekannte, Skaterkollegen und Vereinsmitglieder arbeiten Hand in Hand und bekommen teilweise professionelle Unterstützung von Rampenbauern aus Belgien und Aachen. Neben eigens entworfenen T-Shirts, deren Erlöse in das Projekt fließen, ist noch eine Benefizveranstaltung zum Spendensammeln geplant.

Da das Areal betoniert ist, wurde vorab der Boden für die Bauelemente aufgeflext, Gerüste aus Holz oder Stahl gebaut und dann nach und nach mit Beton verschalt. Das Ergebnis sind bis heute zwölf fertiggestellte Skate-Elemente. Neun weitere sind in Planung.

Alles in bester Heimwerker-Manier

"Uns war wichtig, dass wir hierbei das Do-it-yourself-Prinzip umsetzen und sich jeder einbringt", ergänzt Malzkorn. So wurden in bester Heimwerker-Manier die einzelnen Bauten und Rampen errichtet.

Unabhängig vom Verein konnten sich alle Skater und Interessierten aktiv einbringen, Ideen einfließen lassen oder einfach nur handwerklich aktiv werden. "Es kamen Nachbarn vorbei, die uns Strom und Werkzeuge angeboten haben", freut sich Malzkorn.

Möbel und ein Lager sollen noch kommen

Das Ergebnis kann sich bisher sehen lassen: verschiedenste Rampen, ein Wobbel (runder Betonhügel), eine Spine (doppelseitige Rampe), eingearbeitete Bahngleise und Abflussrohre sowie ein befahrbarer "Vulkan" (Rampe in Form eines Vulkans), der gleichzeitig als Feuerstelle genutzt werden kann.

Des Weiteren sind Sitzmöbel aus Paletten geplant und es kommen noch zwei Container auf das Areal, die als Lager genutzt werden. "Wir sind auch offen für mögliche Kooperationen im Bereich Livemusik oder Graffiti, denn dieser Platz ist für alle da", so Klepping.

Nicht nur was für die Skater-Szene

Einen Namen hat der Skatepark mittlerweile auch schon: "U-topia". Dort wird auch zukünftig die Skateboard-Sommerschule der Skateboard-Initiative stattfinden. Jetzt wird aber erst einmal täglich weiter gebaut - sodass dort nach und nach ein neuer, urbaner Raum entsteht, der nicht nur die lokale Skater-Szene erfreuen wird.

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