Skurrile Szenen

Betrunkener Fahrer nach Unfall auf Brackeler Straße uneinsichtig

Dortmund - Nach einem Verkehrsunfall auf der Brackeler Straße am Mittwochabend hat sich ein offenbar betrunkener Fahrer wenig einsichtig gezeigt. Zeugen beschreiben skurrile Szenen.

Es war am Mittwoch (31. Januar) gegen 18 Uhr, als sich kurz vor dem Ausbauende der Brackeler Straße ein Unfall ereignete. Ein 71-jähriger Dortmunder fuhr mit seinem Wagen zu diesem Zeitpunkt auf dem rechten Fahrstreifen in Richtung Osten und musste aufgrund des Rückstaus an einer dortigen Ampel abbremsen.

Plötzlich bemerkte er laut ersten eigenen Angaben im Rückspiegel ein Auto, das sich von hinten auf dem Standstreifen näherte. Als dieser in Höhe des Fahrzeugs des 71-Jährigen endete, prallte das Auto gegen die dortige Leitschutzplanke und seitlich gegen den Wagen des Dortmunders.

Offensichtliche Gleichgewichtsprobleme

Skurril wurde es für den 71-Jährigen direkt im Anschluss. Denn ebenso wie andere Zeugen gab er folgende Beobachtungen zu Protokoll: Kurz nach dem Aufprall sah er demnach, wie der Fahrer des anderen Autos auf die Rückbank kletterte und seine Beifahrerin auf den Fahrersitz. Anschließend stieg der Mann aus.

Der Grund für dieses Manöver wurde für die eingesetzten Beamten relativ schnell klar. Denn seine offensichtlichen Gleichgewichtsprobleme ließen darauf schließen, dass der 40-jährige Dortmunder Alkohol konsumiert hatte. Damit jedoch nicht genug. Den Polizisten gegenüber verhielt er sich unkooperativ und aggressiv. Das Auto gefahren zu haben, leugnete er in seinen ersten Aussagen und schob die Schuld auf seine Begleiterin.

Nachdem er zudem mehrmals versucht hatte, auf die Fahrbahn zu treten, auf der der Verkehr an der Unfallstelle vorbeigeführt wurde, fixierten die Beamten ihn. Dabei leistete er weiter Widerstand.

Weg ins Polizeigewahrsam

Wie die folgenden Ermittlungen ergaben, verfügt der polizeibekannte Dortmunder nicht über eine gültige Fahrerlaubnis. Er musste schließlich den Weg ins Polizeigewahrsam antreten, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und Ausnüchterung konnte er das Gewahrsam schließlich entlassen.

Ihn erwarten nun Ermittlungen wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und der Gefährdung des Straßenverkehrs durch Fahren unter Alkoholeinfluss.

Den bei dem Unfall entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 6500 Euro.

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