Sonderermittler

NRW-Stabsstelle zur Bekämpfung von Kinderpornografie

Düsseldorf (dpa) - Nach dem massenhaften Kindesmissbrauch in Lügde sollen Fälle von Kindesmissbrauch und Kinderpornografie künftig sorgfältiger von den Polizeibehörden bearbeitet werden.

Eine Stabsstelle im Innenministerium solle dafür Lösungsvorschläge erarbeiten, kündigte Ressortchef Herbert Reul (CDU) am Mittwochabend in Düsseldorf an. Die Leitung soll Kriminaldirektor Ingo Wünsch übernehmen. Der 53-Jährige ist als Sonderermittler in dem Polizeiskandal um verschwundene Datenträger eingesetzt worden. Die Stabsstelle, die ihre Arbeit noch im April aufnehmen werde, solle zunächst eine Bestandsaufnahme machen: Wie sind die Standards im Umgang mit solchen Fällen? Wie ist die Ausstattung oder der Stand der Fortbildung? Anschließend sollen Lösungen für professionellere Arbeitsabläufe erarbeitet werden. Dabei könne auf der Arbeit einer seit Herbst 2018 eingerichteten landesweiten Ermittlungsgruppe gegen Kinderpornografie aufgebaut werden, sagte Reul.

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