Sorgen um Jobs bei Wilo

Pumpenhersteller will Arbeitsverträge auflösen

Dortmund - Rekordumsätze und Millionen-Investitionen am Stammsitz in Hörde - Pumpenhersteller Wilo hat in letzter Zeit positive Schlagzeilen gemacht. In Teilen der Belegschaft gibt es zurzeit allerdings Unruhe. Denn offenbar will sich Wilo von Mitarbeitern trennen.

Gleich mehrere Mails und Anrufe erreichten unsere Redaktion in den vergangenen Tagen.Von Stellenstreichungen und Auflösungsverträgen für langjährige Mitarbeiter im Verwaltungs- und Ingenieurbereich bei Wilo ist die Rede.

Dass es solche Gespräche gibt, bestätigt auch der Wilo-Personal-Chef Dr. Patrick Niehr. Um welche Zahl an Mitarbeitern, denen Auflösungsverträge angeboten werden, es geht, dazu gibt es keine Angaben. Es handele sich um Einzelfälle. Die zurzeit laufenden Gespräche mit Mitarbeitern fänden grundsätzlich ergebnisoffen statt, betont Niehr. "Und wir wollen das sozial verantwortlch handhaben."

Bei der Gewerkschaft IG Metall sind die Sorgen der Beschäftigten bekannt. Man stehe in engem Kontakt mit dem Betriebsrat, heißt es dort.

Neue Organisationsstruktur für das Unternehmen

Wilo begründet die Gespräche mit einer neuen Organisationsstruktur für das Unternehmen, mit der sich der größte Pumpenhersteller der Welt noch fitter für den internationalen Wettbewerb machen will. Dabei suche man nach Synergien. "Das ist ein ganz normaler Prozess", erklärt Niehr. Es gehe dabei nicht um einen grundsätzlichen Personalabbau.

Wilo bekräftigte erneut, die Mitarbeiterzahl am Stammsitz in Dortmund mit rund 1800 Beschäftigten auch nach dem Umbau des Werks an der Nortkirchenstraße halten zu wollen. Zurzeit entstehen dort auf einem "Wilo-Campus" ein neues hochmodernes Werk für den Pumpenbau und eine neue, mit Blick auf die Digitalisierung konzipierte Unternehmenszentrale.

Wilo beschäftigt an 17 Produktionsstandorten in neun Ländern und mit Vertretungen in 90 Ländern weltweit rund 7700 Mitarbeiter.

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