Sorgen um die Spielbank Hohensyburg

Land plant Privatisierung der Westspiel-Gruppe

Dortmund - Auf dem Burgberg in Syburg herrscht Unruhe: Die Nachricht über eine geplante Privatisierung der Westpiel-Gruppe mit vier Spielcasinos in NRW und zwei in Bremen und Bremerhaven verunsichern die rund 250 Mitarbeiter der Spielbank Hohensyburg.

ae"Wir haben aus der Presse erfahren, dass auf landespolitischer Ebene die Privatisierung der Spielbanken des Landes NRW vorbereitet wird", berichtet der Betriebsratsvorsitzende der Spielbank Hohensyburg Jens Hashagen.

In der Tat hat NRW-Finanzminister Lutz Lienenkämper am Donnerstag im Finanzausschuss des Landtags angekündigt, dass die Landesregierung den Verlauf der Westspiel-Gruppe europaweit ausschreiben will. Eine Grundsatzentscheidung dazu soll in der Kabinettssitzung am Dienstag (8. Mai) getroffen werden.

Zu den Folgen für die betroffenen Mitarbeiter gab es noch keine Auskünfte. Die wollen die Betroffenen nun selbst einfordern: Der Betriebsrat der Spielbank Hohensyburg kündigte an, am Montag einen Fragenkatalog in der Kreisgeschäftsstelle der Dortmunder CDU zu übergeben. Eine der zentralen Fragen lautet: "Sind die Arbeitsplätze in Gefahr?"

Spielbank-Abgabe soll erhalten bleiben

Die Spielbank-Mitarbeiter fragen aber auch nach den Folgen für die Stadt. Sie kassiert bislang einen Anteil von 12 Prozent an der Spielbank-Abgabe, die die Westspiel-Gruppe an das Land abführt. Zuletzt bedeutete das eine Einnahme von 2,8 Millionen Euro für den städtischen Haushalt. Nach Auskunft von Lienenkämper im Finanzausschuss des Landtags soll die Spielbank-Abgabe auch nach einer Privatisierung erhalten bleiben.

Die Spielbank Hohensyburg hatte zuletzt viel Geld in bauliche Veränderungen und eine "Programm-Offensive" investiert, um wieder mehr Besucher anzuziehen. Laut der letzten Bilanz der Westspiel-Gruppe hatte sich die Besucherzahl in der Spielbank Hohensyburg 2016 gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent auf 277.565 reduziert. Der Bruttospielertrag war um 4 Prozent auf 23,8 Millionen Euro gesunken. 2,7 Millionen Euro brachte die Gastronomie ein.

Die Leitung der Spielbank Hohensyburg war am Freitag nicht für Nachfragen zu erreichen.

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