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Gleich hinter der B1-Brücke beginnt das Festi-Ramazan-Gelände.

Sperre an den Westfalenhallen

Festi Ramazan sorgt für Heimweg mit Hindernissen

DORTMUND - Viele tausend Besucher zieht das Festi Ramazan während des Fastenmonats Ramadan derzeit an die Westfalenhallen. Doch nicht alle, die auf dem Veranstaltungsgelände an den Messehallen unterwegs sind, wollen das Festival besuchen, sondern schlicht gewohnte Wege nutzen. Und das sorgt für Ärger.

Das ist das Problem

Der viel genutzte Verbindungsweg zwischen Strobelallee und der Brücke über die B1 zur Lindemannstraße ist Teil des Festival-Geländes. Und dort ist abends ab 18 Uhr eigentlich Eintritt fällig. Passanten wurden deshalb nach Schilderung von Betroffenen in den vergangenen Tagen auf weite Umwege um das Festival-Gelände herum geschickt.

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Das sagen die Betroffenen

Alexandra Rößler wollte nach einem Besuch im Volksbad am heißen Donnerstagabend gegen 19 Uhr den Verbindungsweg wie gewohnt für den Heimweg ins Klinikviertel nutzen. Aber es gab für sie zunächst kein Durchkommen am Eingang zum Festival-Gelände. „Der Security-Mann erklärte mir, es hätten sich schon ganz viele Leute beschwert, aber er könne nichts machen“, berichtet Alexandra Rößler. Sie gab nicht auf. Nach einer Viertelstunde Wartezeit und lautstarken Beschwerden wurde ihr schließlich ein zweiter Security-Mann zur Seite gestellt, der sie bis zur B1-Brücke begleitete. Andere hatten nicht so viel Glück, wie die Klinikviertel-Bewohnerin erfuhr. „Eine Bekannte wurde mit drei kleinen Kindern trotz der Hitze auf den weiten Umweg über die Ardeystraße geschickt“, weiß Alexandra Rößler.

Das sagt die Verwaltung

Laut Auskunft von Stadtsprecher Michael Meinders dürfte es solche Probleme eigentlich nicht geben. „Mit dem Veranstalter ist vereinbart, dass alle, die hier nur passieren wollen, um über die B1-Brücke zu kommen, dies auch dürfen. Zu jeder Zeit und ohne Eintritt“, erklärt Meinders.

Das sagt der Veranstalter

Festi-Ramazan-Veranstalter Ergun Özkara will von einer solchen festen Vereinbarung nichts wissen. Man lasse die Leute aber freiwillig passieren – „außer Betrunkene, die mit Bierflaschen werfen“, erklärt er. Von den Schilderungen Rößlers zeigt er sich überrascht. Man werde den Sicherheitsdienst aber noch einmal auf die Passier-Regelung hinweisen, verspricht Özkara.

Das , das eine Verkaufsmesse, Restaurants sowie Spiel- und Unterhaltungsangebote bietet, findet noch bis zum 19. Juli täglich von 18 bis 2.30 Uhr. Der Eintritt kostet montags bis donnerstags 1 Euro, freitags bis sonntags 1,50 Euro.

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