Im Spiegelzelt

So geht's 2019 bei Ruhrhochdeutsch weiter

Ruhrhochdeutsch baut sein Zelt ab: Nach 110 Tagen endet am Sonntag das Kabarett-Festival im Spiegelzelt. Die Planungen für 2019 haben längst begonnen. Das Festival wird größer - und teurer.

Wenn Horst Hanke-Lindemann über Ruhrhochdeutsch spricht, dann platzt er fast vor Stolz. Dieses Festival, das er 2010 zum Kulturhauptstadtjahr ins Leben gerufen hat, ist für ihn der Beleg für erfolgreiche Comedy und das perfekte Format.

Die Zahlen zumindest sprechen auch im neunten Jahr für sich: Zu den 112 Veranstaltungen in den vergangenen dreieinhalb Monaten sind knapp 34.000 Menschen gekommen, die Auslastung des Festivals lag bei 90 Prozent, 60 Prozent der Shows waren ausverkauft. Nicht einmal die Fußball-Weltmeisterschaft - das lag wohl auch am Abschneiden der Deutschen - sei groß ins Gewicht gefallen.

"Es ist schwieriger noch erfolgreicher zu sein, als wir es in den vergangenen Jahren schon waren", sagt Horst Hanke-Lindemann. Aber mindestens genauso erfolgreich sei auch 2018 das Festival gelaufen. Das liege, glaubt Hanke-Lindemann, vor allem an den großen Namen der Kabarett- und Comedy-Szene, die auf der Bühne standen.

Programm beim Evangelischen Kirchentag

Am Samstagabend ist dann noch einmal Lokalmatador Bruno Knust im Spiegelzelt zu Gast. Der Abend ist ausverkauft, genau wie das Finale mit Nightwash am Sonntag. Aber für die Show von Fischer und Jung am Sonntagnachmittag (14.10.) um 15 Uhr gibt's noch ein paar Restkarten.

Parallel haben die Vorbereitungen für 2019 längt begonnen. Dann läuft das Festival vom 13. Juni bis 13. Oktober. Vom 19. bis 23. Juni wird das Spiegelzelt mit einem Kabarett-Programm ein Bestandteil des evangelischen Kirchentags. Ein paar Namen, die 2019 im zehnten Ruhrhochdeutsch-Jahr dabei sind, stehen schon fest.

Unter anderem gibt es eine Show von Rebell Comedy, Gäste sind auch Urban Priol, Torsten Sträter, Akkordeonistin Lydie Auvray, Hazer Brugger, Ennio Marchetto und Lisa Eckhart. "Es wird grandios", sagt Horst Hanke-Lindemann.

Weniger Zuschüsse und Preiserhöhungen

Seit dem vergangenen Jahr bekommt Ruhrhochdeutsch sukzessive weniger Zuschüsse von der Stadt. Von einst 120.000 Euro waren es in diesem Jahr nur noch 60.000 Euro, im nächsten sind es 30.000 Euro. 2020 wird es keine städtischen Zuschüsse mehr geben.

Bislang falle das aber - zum Glück, so Hanke-Lindemann - noch nicht zu stark ins Gewicht. Die Unterstützung vom Land NRW ist in diesem Jahr um 17.000 Euro für Hanke-Lindemanns Fletch Bizzel gestiegen. Dieses Geld werde komplett in Ruhrhochdeutsch gesteckt, sagt er.

Um Preiserhöhungen komme er im nächsten Jahr aber trotzdem nicht herum. Diese sollen aber moderat ausfallen, sagt Hanke-Lindemann. Der Festival-Montag etwa soll im Preis nicht steigen.

Spiegelzelt-Show von Jürgen Becker in der ARD

Ganz umsonst - abgesehen von den Rundfunkgebühren - ist es für Zuschauer, wenn das Spiegelzelt am 7. und 14. Februar in der ARD zu sehen ist. Dann wird nämlich das Programm "Volksbegehren", das Jürgen Becker im September bei Ruhrhochdeutsch präsentiert hat, im Fernsehen gezeigt - nach den Tagesthemen.

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