Spiel beim FSV Mainz 05

Peter Stögers Kampf gegen das diffuse BVB-Bild

DORTMUND - Borussia Dortmund ist heute Abend (20.30 Uhr) zu Gast beim FSV Mainz 05. Es ist Spiel eins für den neuen BVB-Trainer Peter Stöger. Besonders zwei Probleme gilt es schnell zu lösen.

Michael Zorc hat am Sonntag sehr deutliche Worte gefunden, als er die aktuell missliche Lage beim BVB umschreiben musste. Die Mannschaft gebe "in dieser Saison ein diffuses Bild ab", sagte der BVB-Sportdirektor bei der Vorstellung vom neuen Trainer Peter Stöger. "An irgendeinem Punkt ist etwas passiert, das auch wir uns nicht erklären können." Zorc sprach auch von Rissen in der Mannschaft, die wieder zusammengefügt werden müssten- und es klang ziemlich dramatisch.

Umfassende Fehleranalyse unmöglich

Stöger, 51 Jahre alter Wiener und bis zum 3. Dezember noch in Diensten des 1. FC Köln, soll dem diffusen Bild des BVB seine Konturen zurückgeben. Viel Zeit hat er dafür nicht. Am Dienstagabend (20.30 Uhr, live auf Sky) tritt er mit Borussia Dortmund beim 1. FSV Mainz 05 an, gute 54 Stunden nach seiner Vorstellung in Dortmund. Zweimal hat Stöger seine neuen Spieler seitdem im Training erlebt, einmal am Sonntag in der Halle undMontagmittag dann einmal auf dem Rasen.

Für eine umfassende Fehleranalyse reicht das freilich nicht. Vielmehr wird Stöger versuchen müssen, an wenigen Stellschrauben zu drehen, um den BVB wieder in die Spur zu bekommen. Sportlich oberste Priorität dürfte dabei sicherlich die defensive Stabilität haben. 38 Gegentore hat der BVB in dieser Saison wettbewerbsübergreifend bereits kassiert. Menschlich, und das scheint die deutlich größere Aufgabe für Stöger, muss der Österreicher eine in Grüppchen und Einzelkämpfer zerfallene Mannschaft einen und ihr neuen Zusammenhalt einimpfen.

"Bis Sommer etwas auf die Beine stellen"

Wie viel Akuthilfe Stöger an seinen ersten beiden Tagen in Dortmund schon leisten konnte, darüber wird das Spiel in Mainz eine erste Antwort geben. "Ich möchte hier bis Sommer etwas auf die Beine stellen. Man wird als Trainer immer in kurzen Abständen bewertet", sagt Stöger, der beim BVB "keine Frage der Qualität" sieht.

Über die Aufstellung und die Taktik, die Stöger- der in Köln je nach Personalsituation und Gegner mal mit Dreier-, mal mit Vierer- und mal mit Fünferkette spielen ließ- für die Aufgabe in Mainz wählen wird, lässt sich nur eines mit Sicherheit voraussagen: Die Langzeitverletzten Marco Reus, Mario Götze, Maximilian Philipp, Gonzalo Castro, Sebastian Rode, Lukasz Piszczek, Erik Durm und Jacob Bruun Larsen nicht zur Verfügung stehen. Außerdem saßen Andre Schürrle und Jadon Sancho am Montagabend nicht mit im Flieger Richtung Frankfurt.

Foto mit einem Bayern-Fan

Am Flughafen wartete übrigens ein junger Fan mit einer FC-Bayern-Mütze auf Stöger und bat den neuen BVB-Trainer um ein Foto. Stöger, den man so oft in Rot und Weiß gesehen hat, machte- plötzlich in Schwarz und Gelb- ein Foto mit einem Bayern-Fan. Auch das hatte etwas von einem diffusen Bild. Ein diffuses, das Stöger souverän mit einem Lächeln quittierte.

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