Sportförderung

Sportvereine bekommen deutlich mehr Geld - Junge Leute profitieren besonders

Die 520 Dortmunder Sportvereine können sich über deutlich mehr Geld freuen. Die Stadt verdoppelt die Sportfördermittel auf 1 Million Euro. Jetzt steht auch fest, wie das Geld verteilt wird.

Es ist ein lang ersehnter Geldsegen. Zuletzt war die Sportförderung 2005 auf 500.000 Euro erhöht worden, erinnert sich der Vorstandsvorsitzende des Stadtsportbundes Jörg Rüppel. 2009 waren die Mittel dann in Zeiten knapper städtischer Kassen sogar auf 400.000 Euro gekürzt worden.

Im Dezember beschloss der Rat im Gegenzug für 2019 die ursprüngliche Summe von 500.000 Euro um weitere 500.000 Euro aufzustocken. "Insgesamt stehen den Dortmunder Sportvereinen damit aus städtischen Sportfördermitteln eine Million Euro zur Verfügung", erklärt Sportdezernentin Birgit Zoerner am Dienstag nach der Sitzung des Verwaltungsvorstands.

Neue Verteilungs-Regeln

Um das Geld möglichst gerecht zu verteilen, haben sich Verwaltung und Stadtsportbund nun auf neue Richtlinien verständigt - mit einem deutlichen Schwerpunkt auf der Jugendarbeit. Immerhin sind 48 Prozent der 155.000 Mitglieder in den Dortmunder Sportvereinen unter 18 Jahre alt, rechnet Rüppel vor.

Nach den neuen Richtlinien, die rückwirkend ab Jahresbeginn gelten, wird der jährliche Förderbetrag für jugendliche Mitarbeiter von bislang 5 beziehungsweise 8 Euro auf 10 Euro angehoben. Der Zuschuss für Übungsleiterinnen und Übungsleiter steigt von rund 25 auf 50 Euro.

Weitere Erhöhung in 2020

Unterstützt wird auch der Einsatz von qualifizierten Vereinsmanagern in den Vorständen. Dafür gibt es nun 1200 Euro pro Jahr. Für die Qualifizierung von Vereinsmanagern zahlt die Stadt einen Zuschuss von bis zu 500 Euro. Zusätzlich zu den Fördermitteln der Sparkasse unterstützt die Stadt außerdem die Anschaffung von Grundsportgeräten.

"Die Vereine sind damit in der Lage, ihrer guten Arbeit konzentriert nachzukommen", erklärte Jörg Rüppel. Für 2020 steht dann eine weitere Erhöhung der Fördermittel um 500.000 Euro in Aussicht, über deren Verteilung noch entschieden werden muss. "Diese Perspektive ist für die Vereine sehr erfreulich. Wir sehen die Erhöhung auch als kleines Dankeschön des Rates an die Vereine", sagte Rüppel.

Investitionen in Sportanlagen

Über die Vereinsförderung hinaus will die Stadt aber zudem weiter in die Sport-Infrastruktur mit Sport- und Schwimmhallen investieren, wie Oberbürgermeister Ullrich Sierau ankündigte. Konkret beschlossen hat der Verwaltungsvorstand am Dienstag den Abriss und Neubau der Sporthalle Hörde 1 am Schulzentrum an der Stettiner Straße.

Anfang 2021 soll der Neubau einer neuen Dreifach-Sporthalle mit Tribüne beginnen, die dann ab Sommer 2022 nutzbar sein soll. "Das ist eine von vielen Zukunftsinvestitionen der nächsten Zeit", erklärte Sierau.

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