Spur führt in die Schweiz

Schwachpunkt Defensive! BVB hat Akanji auf dem Zettel

DORTMUND - Die dritte Aufgabe hat es in sich für Peter Stöger. Der neue Trainer will in München die imponierende BVB-Pokalserie ausbauen. Die Planung der Rückrunde aber läuft längst. Ein Schweizer könnte im Januar kommen.

Es wurde viel gelacht am Montag beim Training der Dortmunder Borussia. Zwei Siege hintereinander haben die Stimmung deutlich aufgehellt- gerade rechtzeitig vor dem Jahresabschluss am Mittwoch, der schwieriger kaum sein könnte. Das Los hat es so gewollt, dass die Pokal-Dauerrivalen aus Dortmund und München bereits im Achtelfinale aufeinandertreffen. Auf dem Weg zurück nach Berlin ist das zweifelsfrei der dickste Brocken.

"Auch selbst aktiv sein"

"Wie kann man die Bayern verteidigen, wie kann man sie aber auch selbst beschäftigen?" Stöger fasste am Montag nach dem Training in einer Frage zusammen, wie seine Herangehensweise an den deutschen Klassiker ist. "Wir haben, was die Verteidigung angeht, sicher einiges zu verbessern", meinte er. "Aber ich muss kein Hellseher sein, um zu ahnen, dass wir auch selbst aktiv sein müssen."

37 Gegentore hat der BVB in den bislang 25 Pflichtspielen kassiert. Das ist für eine Spitzenmannschaft ein deutlich zu hoher Wert. Die Suche nach Stabilität hat unter Stöger-Vorgänger Peter Bosz zu mehr als einem Dutzend verschiedener Defensivformationen geführt- zum Teil, aber längst nicht nur aus Verletzungsgründen veränderte der Niederländer gefühlt fast in jedem Spiel die Defensive.

Zurück zu den Basics

Stöger setzte in seinen ersten beiden Spielen auf ein einfaches Prinzip: "Zurück zu den Basics", wie er sagt. "Um wieder Sicherheit hineinzubekommen, wenn man länger keinen Erfolg hatte."

Wenn am 1. Januar das zweite Transferfenster dieser Saison öffnet, wird Borussia Dortmund nicht nur auf der Abgabeseite aktiv werden. Auch wenn Sportdirektor Michael Zorc auf die Hinrunden-Analyse nach dem Pokalspiel in München verweist, ist die fehlende Tiefe in der Innenverteidigung als ein Schwachpunkt längst ausgemacht. Gesucht wird ein klassischer Manndecker, und die heißeste Spur führt (wie berichtet) in die Schweiz: zu Manuel Akanji.

Vertrag bis 2021

Dem Vernehmen nach sollen die Gespräche mit dem 22-jährigen Abwehrspieler des FC Basel schon weit fortgeschritten sein. Zorc hat Akanji, dessen Vertrag in Basel allerdings noch bis 2021 läuft, kürzlich persönlich beobachtet und dabei auch die Chancen auf einen Winterwechsel ausgelotet.

Man unterhält sich in diesem Fall unter Freunden: Akanji wird von der Agentur IFM (International Football Management) betreut, an deren Spitze in Wolfgang Vöge ein ehemaliger BVB-Profi steht, der fünf Saisons in Dortmund spielte und die seit Jahren das Sommertrainingslager in Bad Ragaz organisiert.

Lauwarme Spur nach Brasilien

Eher lauwarm ist hingegen eine zweite Spur, die weit weg nach Brasilien führt. Ein Dortmunder Interesse an dem 23-jährigen Yerry Mina (SE Palmeiras Sao Paulo) ist ausgerechnet vom Vater des Spielers öffentlich gemacht worden.

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