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Renate Valtwies vor dem zerbrochenen Fenster.

St.-Marien-Kindergarten-Dümmer

Randalierer sorgen für Verwüstung

Datteln - Seit knapp einem Jahr treiben regelmäßig Randalierer ihr Unwesen auf dem Gelände des St.-Marien-Kindergartens im Datteln. Am Wochenende zerschlugen sie gleich mehrere Fensterscheiben.

Nachts ist es eigentlich ruhig am St.-Marien-Kindergarten-Dümmer. Seit knapp einem Jahr ist das nicht mehr der Fall: Randalierer treiben auf dem Grundstück an der Hedwigstraße ihr Unwesen, zünden Mülltonnen an, verwüsten die Außenanlage und schlagen Fensterscheiben ein. Leiterin Renate Valtwies hofft nun auf die Mithilfe der Anwohner.

Relativ harmlos fing alles noch vor knapp einem Jahr an: Türme aus Mülltonnen bauten die ungebetenen nächtlichen „Besucher“, wie Renate Valtwies die Täter nennt. Sie vermutet, dass Jugendliche das unbeleuchtete und abseits gelegene Kindergartengelände für ihre Treffen nutzen. Der Frühdienst räumte dann die Überbleibsel aus der Nacht vor dem morgendlichen Dienstbeginn weg. Für die Nachtschwärmer war dies aber wohl ein Anreiz, ihre Aktivitäten noch auszuweiten: Im Spätsommer standen Mülltonnen, die hinter eine Holzvorrichtung gestellt wurden, in Flammen. Das Feuer ging sogar auf einen Teil der dahinterliegenden Hecke über. Die Spuren sind noch heute zu sehen. „Das ist kein Jungenstreich mehr“, schlägt Renate Valtwies Alarm. Daneben lagernde Holzschnipsel sorgten für zusätzliches Gefahrenpotenzial.

Nach weiteren kleineren, aber dennoch ärgerlichen Vorfällen, wie einer abgerissenen Türklinke oder verteilten Kinderwindeln in Dornenbüschen, gingen die Vorfälle am vergangenen Wochenende weiter. Diesmal machten die nächtlichen Randalierer sogar vor dem Gebäude des Kindergartens nicht Halt. Mit einem Stein schlugen sie das Kellerfenster der Kita ein. Auch die Fensterscheiben der Container, die wegen Umbauarbeiten als Gruppenräume dienen, hielten dem Vandalismus nicht stand.

Mehrfach habe Renate Valtwies bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Eine Besserung kann sie jedoch nicht feststellen. Auch die Nachbarn habe sie angesprochen. Diese hätten die Randalierer in der Nacht zwar gehört, aber nicht die Polizei verständigt. Kindergartenleiterin Valtwies sowie Polizeisprecherin Ramona Hörst appellieren nun an die Bewohner der Nachbarschaft. „Ein Anruf bei der 110 ist der schnellste Weg“, sagt Hörst. So bestehe die Chance, die Täter noch vor Ort zu fassen.

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