Staatsanwaltschaft Dortmund

Vergewaltigungs-Vorwurf gegen Ex-Polizisten: Ermittlungen dauern noch Monate

Dortmund - Die Ermittlungen gegen einen Dortmunder Ex-Polizisten wegen Vergewaltigungs-Vorwürfen ziehen sich wohl noch Monate hin. Nazis werfen dem Mann vor, im März ein Kind missbraucht zu haben.

Im März 2019 hatten Dortmunder Rechtsextreme im Internet und auf einem Flugblatt einen pensionierten Beamten beschuldigt, das Kind einer Nachbarsfamilie vergewaltigt zu haben. Die Nazis forderten bei einer Demonstration in der Nähe des Hauses des Ex-Polizisten in Oberdorstfeld die Todesstrafe für den Mann - auch wenn das Grundgesetz die Todesstrafe in Deutschland 1949 für abgeschafft erklärt hat.

Abseits dieser Vorverurteilungen und Propaganda-Aktionen liefen die richtigen Ermittlungen der Behörden an. Die Polizei in Recklinghausen übernahm den Fall aufgrund des Neutralitätsgebots.

Staatsanwaltschaft: Ermittlungen dauern wohl noch "einige Monate"

Knapp drei Monate später laufen die Ermittlungen immer noch. Der Sprecher der Dortmunder Staatsanwaltschaft, Henner Kruse, geht davon aus, dass es noch "einige Monate" dauern wird, bis sie abgeschlossen sind. Zu Details des Ermittlungsverfahrens wollte sich Kruse mit dem Hinweis auf das Alter des sehr jungen möglichen Opfers nicht äußern. Der Inhalt des Verfahren sei zu heikel für Wasserstandsmeldungen.

Ermittlungen beim Verdacht auf eine schwere Sexualstraftat sind sehr umfangreich. Sie nehmen Zeit in Anspruch. Wichtig sind nicht nur die Aussagen des Mädchens und des Tatverdächtigen, der sich von einem Rechtsanwalt vertreten lässt, sondern auch die im Labor ausgewerteten Spuren.

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