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Der Fahrer dieses Radarwagens, der am Mittwoch an der Fürst-Hardenberg-Allee verkehrsbehindernd geparkt hat, bekommt ein Verwarngeld.

Stadt gibt Fehlverhalten zu

Stadt Dortmund entschuldigt sich für Blitzer-Auto

LINDENHORST - Auch Radarwagen müssen sich in Dortmund an die Verkehrsregeln halten. So jedenfalls sehen es die zuständige Rechtsdezernentin Diane Jägers und Ordnungsamtsleiterin Beate Siekmann. "Ich kann mich nur für meine Verkehrsüberwachung entschuldigen", sagte Jägers als Reaktion auf unsere Berichterstattung.

Ein Radarwagen, ein silberfarbener Kleintransporter, stand am Mittwoch letzter Woche in Lindenhorst verkehrsbehindernd im Einmündungsbereich an der Fürst-Hardenberg-Allee /Ecke Lindnerstraße. Leser Peter Stempke hatte das fotografiert, und diese Redaktion hatte das Bild weitergereicht an die Stadt mit der Frage, ob Radarwagen so parken dürfen.

Die Antwort des Stadtsprechers am Freitag nach Rücksprache mit der städtischen Verkehrsüberwachung kurzgefasst: Das Messfahrzeug wurde „ohne jegliche Behinderung und nicht mitten in einer Straßenmündung aufgestellt“.

10 Euro Verwarngeld

Das sah Rechtsdezernentin Diane Jägers anders, als sie am nächsten Morgen unseren Artikel las: „Das wird behandelt wie jeder andere Fall auch“, sagte sie am Montag. „Der Fahrer des Fahrzeugs bekommt ein Verwarngeld wegen Behinderung im Straßenverkehr.“ In der Regel seien das 10 Euro.

Normalerweise stehe der Blitzer ein paar Meter weiter rechts. Wegen einer Baustelle sei das nicht möglich gewesen, so Jägers. Der Fahrer habe einfach nur auf seinen Einsatzplan geguckt und sich dann so hingestellt. Jägers: „Das ist verkehrsbehindernd. Ich wage nicht, mir vorzustellen, wenn ein Kind dort auf einem Fahrrad entlanggefahren wäre . . .“

Die Stadt werde alle Radarfotos aus dieser Aktion löschen, kündigte Jägers an. Die Geblitzten hätten keine Konsequenzen zu fürchten. Auch wenn das durchaus eine zweischneidige Sache sei, sagte Jägers. Schließlich sind die geblitzten Fahrzeuge zu schnell gefahren. Deshalb appelliert die Rechtsdezernentin an Autofahrer, sich an die Geschwindigkeit zu halten.

Stadtmitarbeiter bestreitet Gespräch

Peter Stempke hatte auch berichtet, dass er den Radarwagenfahrer auf sein Fehlverhalten angesprochen und aufgefordert habe, dort wegzufahren. Ob er jetzt mit ihm diskutieren wolle, habe der Stadtmitarbeiter erwidert und dann die Scheibe hochgefahren – so die Darstellung von Stempke.

Der Dialog werde vom Stadtmitarbeiter bestritten, sagte Diane Jägers. Doch das sei zweitrangig: „Ich möchte nicht, dass so Geschwindigkeit gemessen wird. Das ist einfach rechtswidrig. Ende.“

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