Stadtbahn-Panne

Vor BVB-Spiel liegen gebliebene U42: Fehlersuche bleibt ergebnislos - Bahn fährt wieder

Warum eine mit BVB-Fans übervolle U42 am Samstag in Barop auf offener Strecke liegen geblieben ist, ist laut DSW21 nicht mehr herauszufinden. Die Stadtbahn fährt wieder im Regelbetrieb.

Die rappelvolle Stadtbahn war am Samstagnachmittag zwischen den Stationen Palmweide und Theodor-Fliedner-Heim einfach stehen geblieben. Weil der Fahrer sie nicht mehr aus eigener Kraft wieder zum Laufen bekam, musste ein Techniker aus der DSW21-Werkstatt kommen. So lange wollten viele Fans in der übervollen Bahn nicht warten. Sie drückten die Türen auf und sprangen aus der Bahn.

Es dauerte insgesamt 19 Minuten, bis die Bahn weiterfahren konnte. Der Techniker musste das komplette System der Stadtbahn zweimal zurücksetzen, bis die Panne behoben war.

Fehlerspeicher der Bahn wurde mitgelöscht

Dieser doppelte "Reset" hatte jedoch große Konsequenzen für die anschließende Fehlersuche. Denn durch das Zurücksetzen wurde laut DSW21 auch der Fehlerspeicher der Stadtbahn mitgelöscht. Auch bei der anschließenden Überprüfung im Betriebshof konnte kein Fehler an der Bahn gefunden werden. Inzwischen fährt sie wieder im Regelbetrieb.

Dass Stadtbahnen auf offener Strecke liegen bleiben, passiert nach Angaben von DSW21 selten, etwa alle paar Monate einmal. "Kleine Störungen wie zum Beispiel Türstörungen treten häufiger auf, können allerdings in der Regel vom Fahrer selbst innerhalb weniger Minuten behoben werden", erklärte DSW21-Sprecher Marc Wiegand auf Nachfrage.

Hannover-Fans demolierten einen Sonderwagen

Vor dem BVB-Spiel gegen Hannover haben laut DSW21 abseits der U42-Panne noch weitere Faktoren für Probleme im Nahverkehr gesorgt. So demolierten Hannover-Fans im Hauptbahnhof einen Sonderwagen. Bis dieser geräumt und abgeschleppt war, vergingen 20 Minuten, was den Stadtbahn-Verkehr auf der gesamten Strecke verzögerte. "Außerdem reisten bei diesem Spieltag gefühlt mehr Gäste als sonst auf den letzten Drücker zum Stadion", so Wiegand.

Dass in einer Situation wie in der liegen gebliebenen U42 der Unmut und die Unruhe der Fahrgäste wachse, dafür habe man vollstes Verständnis, so Wiegand, schränkte aber ein: "Das eigenmächtige Öffnen der Türen und Aussteigen auf offener Strecke ist sehr gefährlich. Dabei gefährdet man sich und andere."

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