Stadtentwicklung

CDU lehnt Pläne für Hochhaus am "Platz von Rostow am Don" ab

Die CDU bleibt bei ihrem Nein auch zu den konkretisierten Hochhausplänen am "Platz von Rostow am Don" und spricht von "zeitgenössischer Verblendung" und einem "Risikobau".

Auch die konkretisierten Hochhauspläne am "Platz von Rostow am Don" sind für die CDU nicht überzeugend. Wie schon bei der ersten Vorstellung des Entwurfs nach den Plänen des Bochumer Architekturbüros von Prof. Wolfgang Krenz bleiben die Christdemokraten im Rat bei ihrem Nein.

Die CDU kann sich zwar grundsätzlich ein Hochhaus an diesem Standort vorstellen, doch sie sorgt sich bei dem aktuellen Entwurf um das Erscheinungsbild der Stadt. Die CDU sehe "im vorliegenden Projekt eine Leuchtturm-Architektur ohne jeden städtebaulichen Bezug", kritisierte der planungspolitische Fraktionssprecher Uwe Waßmann. Es solle ein "urbanes Symbol prominenter Architekten entstehen, was für uns eher einer zeitgenössischen Verblendung folgt und ästhetisch abschreckt."

Hochhäuser sind unbeliebteste Wohnform

Die Dortmunder sollten bei einem solch großen Projekt ihre Meinung abgeben dürfen, fordert Waßmann: "Nach Aussagen des Potsdamer Instituts für soziale Stadtentwicklung sind Hochhäuser nach wie vor die unbeliebteste Wohnform. Chic in den 60er- und 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts, mutierten die Wohntürme von damals zu sozialen Brennpunkten. Anonymität, Verschmutzung und Gleichgültigkeit gegenüber Nachbarn prägen heute das Wohnen im Hochhaus."

Neben städtebaulichen und ästhetischen Aspekte treiben die CDU weitere Ablehnungsgründe um. Zum Beispiel die geplanten, Laubengänge, die als Aufenthaltsraum für die Bewohner dienen sollen. Für die CDU ist das schwer vorstellbar angesichts des Lärms von der Ruhrallee, der Märkischen Straßen und der direkt angrenzenden Stadtbahn und S-Bahnhaltestelle.

Keine angemessene Pflege zu erwarten

Die begrünten großen Balkone, Loggen und Wintergärten bedürften bei der genannten Transparenz des Gebäudes einer dauerhaften und angemessenen

Pflege, für die jeder Bewohner verantwortlich zeichnen müsste. "Der Glasvorhang, der den Architekten als gestaltendes Element der Fassade vorschwebt, hat aus unserer Sicht keinerlei Bezug zum historischen Befestigungswall Wallring" sagt Waßmann weiter.

Auch die Größe und vorgesehene Nutzung des Hochhauses ist der CDU ein Dorn im Auge. Im Gegensatz zur Konzeption des Citykonzepts 2030, das der Rat verabschiedet hat, ist nicht nur Dienstleistungs- und Büronutzung vorgesehen, sondern auch Wohnen, davon 27 Prozent der Wohneinheiten als öffentlich geförderter Wohnraum. Das ist aus Sicht der CDU nicht ohne Risiken.

Offensichtlich glaubt die CDU nicht daran, dass Mieter von Sozialwohnungen die Laubengänge, Glasfassaden, grünen Balkone, Loggen und Wintergärten angemessen pflegen. Man könne "leider in vielen Großwohnanlagen beobachten, dass dies nicht immer gelingt. Im Herzen der City ohne Not einen Risikobau zu errichten, ist jedenfalls nicht die Idee der CDU für unsere Stadt" sagt Waßmann.

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