Stadtteil-Check

So bewertet eine Dortmunder Familie ihren Stadtteil - und wie finden Sie Ihr Quartier?

Unsere Umfrage zum großen RN-Stadtteil-Check geht in den Endspurt - noch bis Sonntag können Sie Ihren Stadtteil bewerten. Wie er funktioniert, hat eine Renninghauser Familie getestet.

Lilia Ferreira hat Glück. Sie lebt in einem Stadtteil, der ihr und ihrer Familie fast alles bieten kann, was sie sich wünschen: Spielplätze, gute Verkehrsanbindung, sauberes Umfeld, viel Gastronomie und genügend nahegelegene Einkaufsmöglichkeiten.

Von unserer Redaktion danach gefragt, wie sie Renninghausen beim RN-Stadtteil-Check bewertet, gerät die 41-Jährige ins Schwärmen: "Der Stadtteil ist so grün. Wir haben den Wald direkt hinter uns, den Rombergpark, den Westfalenpark, die Bolmke, das freie Feld am Gartenverein Zur Quelle", sagt sie. Ohne Zögern vergibt sie hier zehn von zehn möglichen Punkten.

"Ich bin in wenigen Minuten im Hombrucher Zentrum", sagt Ferreira. "Dort gibt es alle Ärzte, Restaurants, Kindergärten, Feriensportvereine, ein Jugendzentrum und Supermärkte" - fast alles ist zu Fuß erreichbar. Durchschnittlich laufe sie nur wenige Minuten bis zur nächsten Bus- oder Bahnhaltestelle, zum Parkhaus Barop, der Haltestelle Schultenhof oder Am Hombruchsfeld.

Mieten in Renninghausen sind extrem hoch

Ferreira arbeitet im Hafenviertel an der Schützenstraße und ist innerhalb von 20 Minuten zu Hause bei ihrem Mann und den beiden Kindern. Die Familie lebt nicht zur Miete, sondern im Eigenheim, und hat damit einen Vorteil: "Die Mieten sind extrem hoch hier", sagt Lilia Ferreira. "Wenn man online nach Wohnungen schaut, wird einem ganz anders. Das ist nicht mehr normal."

Nicht nur die Mieten seien hoch, sondern viele Wohnungen auch renovierungsbedürftig - trotz des Preises. "Meine Mutter hat hier eine Mietwohnung, daher kenne ich die Situation ein bisschen", sagt Lilia Ferreira. "Wenn jemand hier in der Gegend sucht, merkt er schnell: Der Stadtteil ist einfach sehr beliebt. Sehr viele wollen hier wohnen."

Ein weiterer Kritikpunkt, den Ferreira anbringt, bezieht sich auf die Straßen und Fahrradwege: "Wir fahren sehr viel Fahrrad. Es gibt zwar Radwege, aber die sind in einem extrem schlechten Zustand und kaum benutzbar." Zu allem Überfluss wurde der Familie vor zwei Wochen eines ihrer Fahrräder gestohlen. "Das war aber das erste Mal in 20 Jahren, dass so etwas passiert ist", sagt Ferreira. An ihrem Sicherheitsgefühl im Stadtteil ändert das nichts: Sie vergibt volle zehn Punkte.

Verkehr und Lärmbelästigung

So gut wie den Ferreiras geht es den Dortmundern längst nicht überall: Vor allem über kaputte Straßen beschweren sich viele immer wieder. Viel Verkehr, Lärm und weite Entfernungen zu Supermärkten gibt es quasi überall. "In Renninghausen ist der Verkehr, wenn der BVB spielt oder der Schultenhof ein Fest veranstaltet, unerträglich", sagt Ferreira. "Dann ist alles voller Autos und es gibt Staus.

Ihre Botschaft an die Stadt: "Es wäre schön, wenn die Wege gepflegt würden. Manche Bürgersteige werden vom Asphalt aufgefressen. Genauso wichtig wäre es, Zebrastreifen und Straßeninseln aufzupeppen, sodass sie auch jeder Autofahrer sieht."

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