Städtische Kliniken schreiben schwarze Zahlen

Klinikum: Guter Profit, mehr Jobs und Baupläne

Dortmund - Zum fünften Mal in Folge schreibt das Klinikum 2017 schwarze Zahlen: Der Gesamtumsatz lag bei 376 Millionen Euro, ein Plus von 3,5 Prozent. Rund 65.000 Patienten wurden stationär und mehr als 190.000 ambulant behandelt. Flächendeckendes W-Lan soll auch bald kommen.

Vorbehaltlich der Jahresabschlussprüfung weist der Erfolgsbericht des größten kommunalen Krankenhauses in Westfalen und des einstigen Sorgenkindes der Stadt einen Jahresüberschuss von 5,4 Mio Euro aus. 2012 betrug das Defizit noch 6,4 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr hatte Rudolf Mintrop als Vorsitzender der Geschäftsführung mit einem Jahresüberschuss von 5,6 Millionen Euro das beste Ergebnis vorgelegt seit Umwandlung der Klinikum-Gesellschaft in eine gemeinnützige GmbH im Jahr 2002.

Der Gesamtumsatz im Klinikum Dortmund lag in 2017 bei 376 Millionen Euro, ein Plus von 3,5 Prozent. Behandelt wurden rund 65.000 Patienten stationär und mehr als 190.000 ambulant. Der relative Schweregradmesser lag 30 Prozent über dem Bundesdurchschnitt, wie das für Häuser der Maximalversorgung erwartbar ist. Mit anderen Worten: Am Klinikum werden besonders viele komplizierte medizinische Eingriffe durchgeführt.

Die Zahl der Beschäftigten stieg auf über 4.150. Wegen einer hohen Teilzeitquote verteilte sich die Arbeitszeit der Mitarbeiter auf 2.917 in Vollzeit umgerechnete Stellen, zuzüglich 350 Vollzeitstellen in der Servicegesellschaft. Das entspricht einem Stellenzuwachs von über 75 Vollzeitstellen gegenüber 2016.

Zwei Stationen mit je 36 Betten und modernstem Standard

In 2017 wurde eine weitere Fachabteilung gegründet: die Thoraxchirugie, die vom Start aus durchschnittlich zwölf Betten belegte. Sie bildet zusammen mit der Abteilung für Pulmologie das Lungenzentrum (LungenDo). Fertiggestellt wurde der Neubau von drei Ebenen im Klinikzentrum Nord: zwei Stationen mit je 36 Betten und modernstem Standard, dazu eine neue Büroebene inclusive interkonfessionellem Andachtsraum. Das Klinikum hat dafür sechs Millionen Euro investiert.

Das Haus hat damit begonnen, flächendeckendes W-Lan zu installieren. Wegen der Größe des Klinikums wird die Fertigstellung bis 2019 dauern. Fertiggestellt wurde die Planung der Neubauten für einen neuen Zentral-OP in Nord und ein neues Stationsgebäude als Ersatz für das Dudenstift in Mitte. Beide Bauvorhaben verschlingen Investitionen von über 40 Millionen Euro.

Nach dem Ausscheiden von Oberbürgermeister Ullrich Sierau als Aufsichtsrats-Vorsitzender bekleidet nun Ulrike Matzanke dieses Amt. Als Vertreterin des Gesellschafters Stadt Dortmund wurde Sozialdezernentin Birgit Zoerner in den Aufsichtsrat entsandt.bö

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