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Dekon-Übung am Schiffshebewerk: Die Entfernung von gefährlichen Substanzen bei Menschen, die einen Schadstoffunfall ausgesetzt waren, gehört zu den besonderen Fähigkeiten der Waltroper Feuerwehr.

Standort Waltrop?

Neues Fahrzeug für den Katastrophenschutz

Waltrop - Was passiert, wenn im Kreis Recklinghausen ein Notruf eingeht, bei dem es um einen Unfall mit Gefahrgut geht? Dann würden unmittelbar die Feuerwehren in Dorsten und Waltrop alarmiert. Beide Einheiten verfügen über Spezialisten für die penible Behandlung von Personen, die mit Schadstoffen dekontaminiert sind. In Waltrop soll indes bald ein neues Einsatzfahrzeug für den Katastrophenschutz stationiert werden.

Auf der jüngten Jahreshauptversammlung der Feuerwehr kündigte Kreisbrandmeister Robert Gurk an: „Das nächste Katastrophenschutzfahrzeug der neuen Generation geht nach Waltrop.“ Das Fahrzeug mit der Typenbezeichnung (LF20-KatS) wird vom Bund beschafft und ausgesuchten Feuerwehreinheiten zur Verfügung gestellt. Die Stadtkasse bleibt in diesem Fall unangetastet. Feuerwehrleute in ganz Deutschland schwärmen von der „Allzweckwaffe“, wie Jochen Möcklinghof, Sprecher der Waltroper Feuerwehr, sagt. Übrigens: Auch an der Große-Geist-Straße steht seit einigen Monaten bereits ein baugleiches Modell.

Ein vollwertiges Erstangriffsfahrzeug

Das LF20-KatS ist nicht nur als ein vollwertiges Erstangriffsfahrzeug, sondern als Multitalent auch für die Wasserentnahme aus offenem Gewässer und für längere Schlauchleitungen bestens gerüstet. Die Norm sieht 1.000 Liter Wasser vor, eine Tragkraftspritze und mehrere Hundert Meter B-Schlauch – jederzeit bereit zur Verlegung. Das heißt, dass die „Allzweckwaffe“ auch bei Hochwasserlagen eingesetzt werden kann, um Wasser abzupumpen. Einsätze an der Elbe oder am Rhein wären selbstverständlich. Das avisierte Multitalent (LF20-KatS) wird dann die technische Ausstattung im Spezialbereich „Dekontination“ komplettieren. „Wir sind dann quasi die Waschstraße des Kreises Recklinghausen bei Schadstoff- und Gefahrgutunfällen“, sagt Jochen Möcklinghoff bewusst plakativ.

Strenge Regeln bedeutet viel Arbeit

Das professionelle KnowHow in diesem sensiblen Einsatzbereich ist in der Waltroper Feuerwehr vorhanden. „Noch. Toi, toi, toi“, sorgt sich der Feuerwehrsprecher um die Zukunft. In zahlreichen Übungen werden die strengen Regeln der Dekontamination ständig auch in Waltrop „gepaukt“.

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