Stickstoff-Dioxid-Belastung

Was die neuesten Messwerte über die Schadstoffbelastung in Dortmund aussagen

Auch Dortmund gehört zu den bundesweit 35 Städten, in denen 2018 erhöhte Stickstoffdioxid-Werte gemessen wurden. Bei der Bewertung ist allerdings Vorsicht angebracht.

"So belastet ist ihre Stadt." So überschreiben einige Medien Berichte über die aktuelle Auswertung der Luftbelastung durch das Umweltbundesamt. Die Botschaft der Behörde: Die Stickstoffdioxidbelastung ist in Deutschland insgesamt leicht zurückgegangen, allerdings wurde auch 2018 der Grenzwert für NO2 von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel in vielen Städten nicht eingehalten. An mehr als jeder dritten verkehrsnahen Messstation (rund 39 Prozent) gab es Überschreitungen.

Dazu gehört auch die Messstation an der Brackeler Straße in der Nähe des Borsigplatzes. Sie ist eine von drei Verkehrsstationen in Deutschland, an denen der Jahresmittelwert an Stickstoffdioxid 2018 sogar höher lag, als im Vorjahr - mit 51 statt 50 Mikrogramm.

Es gibt mehrere Messstationen

Doch lässt das einen Rückschluss auf die generelle Luftqualität in Dortmund zu? Eher nein. Denn die Messstation an der Brackeler Straße liegt in einer besonderen Lage, an einer engbebauten Straße in der Nordstadt. An zwei anderen Stationen in Dortmund lagen die Werte 2018 wie in den Vorjahren im unkritischen Bereich.

An der Steinstraße wurde ein Jahresmittelwert von 36 Mikrogramm, in Eving (nahe Burgweg direkt an der Grenze zur Nordstadt) von 25 Mikrogramm ermittelt. Soll heißen: Von den Messwerten einer Station lässt sich nicht auf die Luftqualität in der gesamten Stadt oder in einem Stadtquartier schließen.

Daten für die B1 stehen noch aus

Umgekehrt gibt es aber auch kritische Bereiche, die vom Umweltbundesamt nicht erfasst werden. So wurden an zwei Messstationen des Landes an der B1 in den vergangenen Jahren auch regelmäßig Stickstoffdioxid-Jahresmittelwerte ermittelt, die über dem Grenzwert von 40 Mikrogramm liegen.

Eine Auswertung für 2018 gibt es allerdings noch nicht. Denn im Gegensatz zu den Container-Messstationen an der Brackeler Straße, an der Steinstraße und am Burgweg werden die Daten von hier nicht automatisch ermittelt und an die Behörden weitergeleitet, sondern müssen im Labor ausgewertet werden. Diese Auswertung steht noch aus.

Nicht zuletzt hatte das städtische Umweltamt nach eigenen Messungen immer wieder darauf hingewiesen, dass es generell an viel befahrenen Straßen und Kreuzungen inmitten enger Bebauung erhöhte Schadstoffbelastungen durch den Autoverkehr gibt.

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