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In eine Picknickwiese und einen Biergarten verwandelte sich am Sonntag der Borsigplatz.

Still-Leben auf dem Borsigplatz

Ein starkes Zeichen für Gemeinschaft und gegen Vorurteile

Dortmund - Essensstände statt Autos und rund 50 Tische unter den Platanen: So sieht man den Borsigplatz nur selten. Rund 2000 Menschen sind am Sonntag (27.8.) zum zweiten „Still-Leben“ auf den Platz in der Nordstadt gekommen.

Die Rasenfläche innerhalb des Verkehrsknotens wurde am Sonntag zur Picknickwiese, auf der Bühne sind Künstler und Folkloregruppen aus dem Quartier aufgetreten. Damit sollte auch die zweite Ausgabe des „Still-Lebens“ unter dem Motto „Borsig nehmen Sie Platz“ zur Gemeinschaft in der Nordstadt beitragen.

50 Tische im großen Rund

Das ist gelungen, finden die Organisatoren: „Wir haben eine Masse an Menschen hergelockt – nicht nur aus der Nordstadt“, sagt Annette Kritzler, die das Fest als vollen Erfolg verbucht. Sogar Besucher aus Frankreich seien gekommen. Die 50 Tische, die kreisrund unter den Bäumen angeordnet sind, standen Anwohnern, Freunden, Vereinen und Institutionen zur Verfügung. Und alle von ihnen waren belegt. Gekommen sind aber auch Besucher aus anderen Stadtbezirken.

Einen der schattigen Plätze haben sich die Mitglieder des erst zwei Jahre alten BVB-Fanclubs Tremonia 09 aus Hörde reserviert. „Wir sind schon das zweite Mal hier“, gibt der Vorsitzende Ralf Schwarz Auskunft. Das Fest gefällt ihnen, trotz der Vorurteile, die der Nordstadt weiter anhängen: „Es gibt hier keinen Stress. Die Vorurteile mögen ja igendwo begründet sein, wir können sie aber nicht bestätigen.“

"Der schönste Biergarten Dortmunds"

Die Stimmung unter den Fußballfans ist ausgelassen. „Es ist für einen Tag der schönste Biergarten Dortmunds“, sagt Herbert Marquardt. Zudem wurde ihr Tisch als schönster prämiert. Dass die Jury aus Fanbeauftragten des BVB bestand, habe aber keine Rolle gespielt, versichern die Organisatoren. Es sei schließlich allein um die Dekoration gegangen.

Derweil dreht der Musiker Boris Gott, einer von vielen Künstlern, seine Runde und spielt an jedem Tisch für die Besucher. Am Abend ist zudem das Violet Quartett im Oesterholz-Karree aufgetreten. Den Besuchern gefällt diese Mischung: „Sie könnten den Borsigplatz dafür ruhig öfter schließen“, findet ein junger Anwohner.

Und auch gesellschaftlich sei Einiges im Gange, um das Viertel zusammenzubringen. Das war den Organisatoren wichtig. „Wir senden ein positives Zeichen vom Borsigplatz in die Stadt“, sagt Veit Hohfeld von der Stadtteil-Schule.

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