"Störung des öffentlichen Friedens"

Nach Droh-Anruf im Movie Park: Störer muss zahlen

  • schließen

Bottrop - Nach dem Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr im Movie Park im Oktober vergangenen Jahres verlangt die Polizei eine hohe Geldsumme von dem 19-jährigen Droh-Anrufer.

Der Mann, der am 26. Oktober 2018 mit einem Droh-Anruf den Bottroper Movie Park lahmgelegt hat, hat jetzt vom Polizeipräsidium Recklinghausen eine saftige Rechnung erhalten. Der 19-jährige Essener soll für den Polizeieinsatz 22.156 Euro bezahlen. Diese Summe nannte am Dienstag Polizeisprecher Andreas Wilming-Weber im Gespräch mit dieser Zeitung.

Die Polizei machte damit ihre Ankündigung wahr, dem jungen Mann die Kosten für die Folgen des böswilligen Anrufs in Rechnung zu stellen. In die Berechnung eingeflossen seien der Personalaufwand und die Kosten für die Fahrzeuge, erläuterte Wilming-Weber. Auf den 19-Jährigen kommen möglicherweise aber noch weitere Forderungen zu. Denn auch der Bottroper Freizeitpark behält sich zivilrechtliche Schritte gegen den Störer vor. Zudem war auch die Bottroper Feuerwehr im Einsatz.

Das Motiv war wohl Eifersucht

Der Essener, gegen den wegen „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“ ermittelt wird, soll an jenem Freitag im Oktober in einem Anruf beim Movie Park den Hinweis auf eine Bombe gegeben haben. Danach lief ein Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und THW an, in dessen Verlauf das „Halloween Horror Festival“ vorzeitig beendet wurde: Knapp 11.000 Besucher wurden nach Hause geschickt. Beim Absuchen des Freizeitpark-Geländes wurde jedoch nichts Verdächtiges gefunden.

Als Tatverdächtiger wurde der 19-jährige Essener ermittelt. Bei einer Wohnungsdurchsuchung stellten die Ermittler Handy und SIM-Karte sicher. Bei seiner Vernehmung habe der Mann den Anruf gestanden, hieß es. Das Motiv war wohl Eifersucht. Der 19-Jährige habe einer ihm nahestehenden Person, die sich am 26. Oktober im Movie Park aufhielt, den Abend verderben wollen.

Der Fall liegt nun zur weiteren Bearbeitung bei der Staatsanwaltschaft. Die „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“ kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Rubriklistenbild: © Caroline Seidel

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Von der Straße abgekommen: Mitfahrer stirbt nach schwerem Unfall am Leveringhäuser Teich
Von der Straße abgekommen: Mitfahrer stirbt nach schwerem Unfall am Leveringhäuser Teich
Straßensperrung sorgt für lange Staus und jede Menge Autofahrer-Frust
Straßensperrung sorgt für lange Staus und jede Menge Autofahrer-Frust
Nach dem Protest gegen AfD-Veranstaltung in Herten gibt es erste Konsequenzen
Nach dem Protest gegen AfD-Veranstaltung in Herten gibt es erste Konsequenzen
Abendlicher Unfall auf der Autobahn 43 bei Marl-Sinsen - das ist passiert
Abendlicher Unfall auf der Autobahn 43 bei Marl-Sinsen - das ist passiert
Training, Beruf, Hobbys: So tickt "Bachelor in Paradise"-Teilnehmerin Carina Spack privat
Training, Beruf, Hobbys: So tickt "Bachelor in Paradise"-Teilnehmerin Carina Spack privat

Kommentare