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So sah es bei der Probe-Beleuchtung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals in Syburg aus.

Der strahlende Kaiser

Denkmal soll bald ins Ruhrtal leuchten

SYBURG - Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf der Hohensyburg wurde in der Nacht zu Donnerstag in grelles Scheinwerfer-Licht getaucht. Es war ein Testlauf für ein Bild, das bald dauerhaft von der Syburg herab in das gesamte Ruhrtal hinein wirken soll. Wir waren vor Ort.

Plötzlich hat der alte Kaiser wieder Glanz. Mit dem Verschwinden des letzten Tageslichts kommt in der Nacht zu Donnerstag das Licht auf die Syburg. Scheinwerfer tauchen das Reiterdenkmal in einen geheimnisvollen roten Schein. Es ist ein Test für etwas, das von Dauer sein soll.

Es gab ihn schon einmal, den strahlenden Kaiser. Anfang 2008 hatte die Syburger Innovations-Gruppe (SIG), ein Zusammenschluss von Unternehmern rund um die Burg, Lichtquellen aufgestellt und Wilhelm leuchtete oben herab. „Doch damals war danach Sendepause, weil das Geld fehlte“, sagt SIG-Vorsitzender Jochen Surdyk.

2011 ist das Denkmal noch dasselbe und doch ist vieles anders. Das Casino Hohensyburg ist als Unterstützer mit dabei. Und: „Die SIG ist mittlerweile ein eingetragener Verein, kann damit Spendenquittungen entgegen nehmen“, sagt Surdyk. Das macht die Finanzierung einfacher, sichert sie aber noch nicht.

Denn rund 20.000 Euro kostet allein die Installation der beiden Scheinwerfer, die wenige Meter von dem 109 Jahre alten Denkmal entfernt stehen müssen. „Wir brauchen jetzt noch einige Dortmunder Firmen, die bereit sind ein Stück Geschichte zu schreiben“, meint Surdyk.

Große Worte für eine große Sache. Denn der beleuchtete Wilhelm soll vor allem außerhalb Dortmunds Strahlkraft haben. Schon der Testlauf wirkte. „Bis ins Sauerland“, so Surdyk, sei die Statue zu sehen gewesen. Rund um das Denkmal kamen etliche Jugendliche zusammen und begleiteten das erste Anknipsen.

Denkmalbehörde und Stadt

Der Weg hierher war nicht immer einfach. Anfragen bei Denkmalbehörde und Stadt. Und schließlich die Frage: Woher kommt eigentlich der Strom? „Denn es gibt keine unmittelbare Stromquelle“, sagt Patric Daas vom Casino-Betreiber West Spiel Entertainment GmbH.

Letztlich fand man das gewünschte System direkt vor Ort bei DEW21. Auf dem äußeren Ring um das Denkmal herum halten zwei Laternenmasten die schweren Scheinwerfer. Wenn auf der Syburg die Laternen angehen, soll dann auch der Kaiser strahlen. Einen Termin gibt es schon. Am 13.8. soll mit einem großen Fest die Erleuchtung gefeiert werden.

„Das ist eine weitere Landmarke für Dortmund, so wie das U und der Phoenix-See. Allerdings komplett auf private Initiative“, sagt Jochen Surdyk. Eine neue Lichtgestalt für Dortmund – und neuer Glanz für den alten Kaiser.

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