Straßenmusiker dürfen weiter Musik machen

Verstärkte Kontrollen statt Tabuzone für Musiker in der City

Dortmund - Eine von der Verwaltung geplante Verbotszone für Straßenmusiker auf dem Westenhellweg ist wohl vom Tisch. Nicht nur in der Politik gibt es eine Mehrheit dafür, an den bisherigen Regeln für Straßenmusiker festzuhalten.

Beschließen kann die City-Runde, zu der der Oberbürgermeister regelmäßig Vertreter von Verbänden und Institutionen zur Diskussion von Themen für die Innenstadt einlädt, nichts. Aber das Wort der Expertenrunde hat durchaus Gewicht. Am Freitag gab es in der City-Runde ein relativ klares Votum gegen eine Verbotszone für Straßenmusiker.

Das passt auch in die politische Stimmungslage: Der Ausschuss für Bürgerdienste hatte sich Ende Januar gegen den Verwaltungsvorschlag ausgesprochen, eine Verbotszone für Straßenmusik auf dem Westenhellweg einzurichten. Stattdessen sollen die seit Mai 2015 geltenden Regeln konsequenter überwacht werden. Danach darf beginnend mit der vollen Stunde jeweils eine halbe Stunde lang musiziert werden. Darauf folgen 30 Minuten spielfreie Zeit. Im Anschluss muss der Künstler mindestens 150 Meter weiterziehen.

Umweltausschuss berät

Am nächsten Mittwoch berät der Umweltausschuss des Rates über den Verwaltungsvorschlag. Planungsdezernent Ludger Wilde geht davon aus, dass die Politik sich dort dem Votum des Bürgerdienste-Ausschusses anschließt. Auch der Cityring, die Vereinigung der Innenstadt-Kaufleute, hatte sich gegen eine Verbotszone ausgesprochen und eine Verkürzung der jeweiligen Spielzeiten ins Spiel gebracht.

In der City-Runde war nun der Tenor vorherrschend, an den bisherigen Spielregeln festzuhalten und die Kontrollen zu verstärken. Zuletzt habe es bereits mehr als 1100 Kontrollen pro Jahr gegeben, erklärte Ordnungsamts-Leiterin Beate Siekmann. Außerdem sei man stets bemüht, auf Beschwerden zu reagieren. Ein Anruf beim Bürgertelefon des Ordnungsamtes genüge.

Verstärkte Kontrollen

"Die Mitarbeiter des kommunalen Ordnungsdienstes sind dann spätestens innerhalb von zehn Minuten da", sagte Siekmann. Das sei eine "gute und schnelle Reaktionszeit". Nicht zuletzt wolle man noch stärker das Gespräch mit den Musikern suchen, um sie auf die Regelungen aufmerksam zu machen.

Das letzte Wort über eine Verbotszone ist damit freilich noch nicht gesprochen. 2019 soll die Beschwerde-Lage neu bewertet werden, kündigt Ludger Wilde an.

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