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Im Bereich der Münsterstraße laufen vorbereitende Arbeiten für den Bau der B 474n.

Straßen.NRW

Die ersten Bagger rollen für die B 474n

Datteln - Seit den 70er-Jahren laufen die Planungen für die Straße. Jetzt geht es los. Straßen.NRW investiert 24 Mio. Euro für das Dattelner Teilstück.

Für die Anwohner an der staugeplagten B 235 ist es eine gute Nachricht, für Umweltschützer eine schlechte: Straßen.NRW hat mit den vorbereitenden Arbeiten für die 24 Mio. Euro teure B 474n begonnen. Das Dattelner Teilstück dieser neuen Bundesstraße verläuft von der B 235 (Olfener Straße) bis zur L 609 (Münsterstraße). Aktuell laufen an der Münsterstraße Rodungsarbeiten. Damit startet ein Straßenprojekt, dessen erste Planungen bereits in den 70er Jahren anliefen. Zahlreiche Klagen und ein 1994 vom Oberverwaltungsgericht gekipptes Planfeststellungsverfahren verzögerten die Realisierung. Aufgrund der nicht vermeidbaren Beeinträchtigungen von landwirtschaftlichen Flächen und Wäldern werden nach Angaben der Straßenbaubehörde derzeit vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen und weitere Kompensationsmaßnahmen durchgeführt. Bis April sollen diese Maßnahmen umgesetzt sein.

Mit einer neuen Dattelner Landmarke startet das Projekt

Richtig los geht es laut Projektleiter Daniel Aßmann gegen Ende des zweiten Quartals 2019 – und zwar mit dem Bau einer neuen Dattelner Landmarke. Im Bereich des Sperrtors am Dattelner Meer entsteht als erstes ein gewaltiges Brückenbauwerk. Laut Aßmann wird die Stabbogenbrücke über den Dortmund-Ems-Kanal eine Länge von 132 Metern haben, hieran schließt sich eine rund 77 Meter lange Vorlandbrücke im Norden an. Insgesamt wird die Brücke somit rund 210 Meter lang und kostet allein acht Mio. Euro. Anfang nächsten Jahres werden dafür erste Rodungen im Bereich der Kanalbrücke erfolgen. Aßmann schätzt die Gesamtbauzeit für das 4,1 Kilometer lange Teilstück der B 474n auf drei bis vier Jahre.

Für Datteln hat die neue Bundesstraße große Bedeutung: einerseits als Hauptzufahrtsstraße zum geplanten Industrie-Areal „newPark“ und andererseits als Entlastung für die Castroper Straße (B 235), das „Epizentrum“ innerstädtischer Dauer-Staus. Im zweiten Planfeststellungsverfahren 2005 hatte Straßen.NRW für die B 235 eine Entlastungswirkung von 7000 bis 12.000 Fahrzeugen pro Tag für die B 235 prognostiziert. Straßengegner bezweifeln diese Zahl.

Die komplette B 474 n soll später zwischen dem Kreuz Dortmund-Nordwest (A 2/A 45) im Süden und der B 235 im Norden verlaufen. Gesamtkosten: ca. 100 Mio. Euro. Für den Waltroper Teil (acht Kilometer lang) ist 2016 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet worden. Das Verfahren läuft noch, Klagen gegen das Teilstück sind wahrscheinlich.

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