Streik

1200 Beschäftigte von Kaufhof, Ikea, Primark & Co. streiken auf dem Friedensplatz in Dortmund

Eine schwarz-gelbe Menschenmenge hat am Freitag den Friedensplatz gefüllt: Mit dem BVB hatte das nichts zu tun - Beschäftigte des Einzelhandels streikten. Eine Frau kam in besonderem Aufzug.

Schwarz-gelb gekleidete Menschen haben am Freitagmorgen den Friedensplatz gefüllt. "Es sieht aus wie einer Vormeisterschaftsfeier", sagte eine Teilnehmerin. Mit dem BVB hatte das aber nichts zu tun: Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten im Einzelhandel zum Warnstreik aufgerufen - rund 1200 Mitarbeiter aus Dortmund und Region unter anderem von Kaufhof, Karstadt, Primark, H&M und Saturn standen in gelben Warnwesten vor dem Rathaus.

In den Tarifverhandlungen im NRW-Einzelhandel fordert Verdi eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 6,5 Prozent, mindestens aber 165 Euro. Die Arbeitgeber haben bisher 1,5 Prozent mehr ab Mai 2019 und 1,0 Prozent mehr ab Mai 2020 angeboten. Das sei "unanständig", rief ein Redner den Beschäftigten auf dem Friedensplatz zu. Sie lärmten zustimmend mit Tröten, Trillerpfeifen und Sirenen.

Beschäftigte kam als Verdi-Teufel

Unter anderem berichtete der Dortmunder Karstadt-Betriebsratschef Gerhard Löpke, dass seine Kollegen seit 2013 außertariflich arbeiten und inzwischen 12 Prozent weniger verdienten als nach Tarif. Karstadt-Beschäftigte hielten Fotos von Karstadt-Eigner René Benko in die Höhe und senkten ihre Daumen. Am meisten Mühe mit ihrem Streik-Aufzug hatte sich eine Beschäftigte aus Siegen gegeben: Sie kam als Verdi-Teufel geschminkt.

An die Kundgebung folgte ein Demozug über Alten Markt, Kampstraße und Rheinische Straße hin zum FZW. Entsprechend mussten Verkehrsteilnehmer Wartezeiten in Kauf nehmen.

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