Strobelallee

Bau des Hauses für BVB-Fans soll 2018 starten

DORTMUND - Der Bau des BVB-Fanhauses rückt näher. Der Kaufpreis für das städtische Grundstück ist neu verhandelt worden und soll am 14. Dezember im Rat beschlossen werden. Läuft alles glatt, will der BVB 2018 starten. Die städtische Politik stellt jedoch eine spezielle Bedingung.

Im Juli 2016 schien alles klar. Damals hatten sich Stadt und BVB auf einen Preis von 1,18 Millionen Euro geeinigt, den Borussia Dortmund für die städtische Fläche an der Strobelallee 81 als Standort des Fanhauses zahlen sollte. Zu wenig, befanden die Ratsfraktionen.

Sie beauftragten die Verwaltung, erneut in den Verhandlungsring zu steigen. Inzwischen hat die Stadt den Preis für ihr 14.500 Quadratmeter großes Grundstück auf 1,84 Millionen Euro hochgeschraubt, bleibt damit aber immer noch unter dem Verkehrswert.

BVB soll keine zusätzliche Rendite machen

Stimmt der Rat jetzt zu, ist eine wichtige Hürde für den lang ersehnten Bau des Fanhauses genommen. Das "Okay" aus dem Finanzausschuss liegt bereits vor. Es wurde auf Vorstoß der CDU allerdings mit einem kleinen Zusatz versehen.

Darin wird der BVB verpflichtet, das Grundstück tatsächlich mit einem Fanhaus für soziale und pädagogische Zwecke zu bebauen. "Dort soll keine Einrichtung hin, die zusätzliche Rendite schafft", heißt es in der CDU-Ratsfraktion.

Haus für organisierte und unorganisierte Fans

Davon geht Torsten Schild, Vorsitzender der BVB-Fanabteilung, auch gar nicht aus. "Es soll ein Haus werden, das den organisierten und unorganisierten Fans vor und nach den Spielen, aber auch werktags offensteht", sagt Schild. Vorgesehen seien Veranstaltungen, Seminare und Tagungen, in denen über Themen wie Rechtsextremismus, Sucht und Gewalt gesprochen werde.

Dafür sei ein variables Raumkonzept notwendig, das mit einer Bühne und einer BVB-Kneipe ergänzt werden könne. "Das wird kein Ort, mit dem sich hohe Renditen erzielen lassen", sagt Schild.

Haus soll einen "hohen, sechsstelligen Betrag" kosten

Bauherr und Betreiber des Fanhauses mit einer Fläche von rund 2000 Quadratmetern wird die Borussia Dortmund Kommanditgesellschaft auf Aktien. 2018 soll der Bauantrag eingereicht und im selben Jahr mit dem Bau des Fanhauses begonnen werden. Die Kosten umschreibt BVB-Sprecher Sascha Fligge so: "Es wird ein hoher, sechsstelliger Betrag."

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