Hyundai startete bereits die zweite Generation der Brennstoffzelle im Nexo
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Hyundai startete bereits die zweite Generation der Brennstoffzelle im Nexo

Neue Arbeitsplätze sollen kommen

Strom und Diesel ade - jetzt gibt es für die Region jede Menge Fördergelder

  • Michael Wallkötter
    vonMichael Wallkötter
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  • Randolf Leyk
    Randolf Leyk
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Es sollen nicht nur neue Arbeitsplätze entstehen. Vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen winken sogar jede Menge Fördergelder, mit dem die Region und der Kreis Recklinghausen zum Marktführer werden wollen. 

  • Die Region mit dem Kreis Recklinghausen bringt sich beim Thema Wasserstoff in Stellung
  • Fast eine Million Euro Fördergelder
  • Auch die EU hat das Thema auf der Agenda

Dieselfahrzeuge sind schon länger in der Kritik. Bei der Elektromobilität gibt es noch jede Menge Zweifler. Als Alternative steht die Wasserstoffwirtschaft quasi bereit. Das nördliche Ruhrgebiet will sich mit Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie einen Namen machen – und vor allem neue Arbeitsplätze schaffen.

900.000 Euro warten als Fördermittel

Bund und Land haben das Ganze offensichtlich auf dem Schirm. Denn sie stellen der Emscher-Lippe-Region Fördermittel von zusammen fast 900.000 Euro zur Verfügung. Aus dem „Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie“ des Bundes fließen 300.000 Euro ins Vest. Es gehe darum, sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), Konzepte für eine lokale Wasserstoffwirtschaft zu entwickeln.

Von Haltern bis Herten - Kreis Recklinghausen bringt sich in Stellung

Als möglicher Produktionsstandort bringt sich die Region bereits in Stellung. Die Fläche des ehemaligen Bergwerks Westerholt, gate.ruhr in Marl, AV 8 in Haltern oder newPark in Datteln schlägt der Kreis Recklinghausen dafür vor.

EU zeigt sich bei Wasserstoff offen

Auch bei der EU zeigt man sich offen. Der für den Green-Deal zuständige EU-Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans will das ein weiteres Gesetzespaket für Gas vorschlagen und rasch durch die EU-Gesetzgebungsverfahren bringen. Dabei soll auch Wasserstoff eine größere Rolle spielen.

Ein Kilo Wasserstoff kostet in Deutschland 9,50 Euro

9,50 Euro pro Kilo kostet der Wasserstoff an jeder Zapfsäule in Deutschland. Damit kommt man rund 150 Kilometer weit. In Dänemark gibt knapp zehn Wasserstoff-Tankstellen - nicht viel, aber gemessen an der Bevölkerung hat das Land das dichteste Netz in Europa. Man sieht, es gibt also noch viel zu tun.

- Wasserstoff ist vielfältig produzierbar, gut speicherbar und bei Umwandlung zu Strom in einer Brennstoffzelle beinahe emissionsfrei. Als Kraftstoff ermöglicht es eine saubere und geräuscharme Mobilität.

- In der Elektrolyse wird Wasser durch Strom in Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten. Der Wasserstoff lässt sich energetisch nutzen.

- Wenn Wasserstoff aus Sonnen- und Windstrom erzeugt wird, ist der Kraftstoff absolut klimaneutral. In der Industrie wird Wasserstoff heutzutage überwiegend noch aus Erdgas produziert.


In diesem Jahr starteten Großprojekte, die die Zukunft des Standorts sichern sollen.

Dr. Jörg Harren erläutert, wie es 2020 weitergeht.

Eine neue EU-Richtlinie zwingt auch die Vestische, im großen Stil auf emissionsfreie Mobilität umzurüsten. Im Sommer startet ein Praxistest mit einem E-Fahrzeug. Trotzdem ist das Unternehmen überzeugt davon, dass der Kreis Recklinghausen mit Dieselbussen ökologisch und ökonomisch besser fährt.

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