Stromschiene löst sich - Schwebebahn-Betrieb in Wuppertal eingestellt

Wuppertal (dpa/lnw) - Nach einem Zwischenfall hat die Wuppertaler Schwebebahn am Sonntag ihren Betrieb für mehrere Tage eingestellt.

Zuvor hatte sich ein rund 100 Meter langes Stück der Stromschiene am Gleis gelöst. Es fiel auf einen wartenden Sportwagen, der beschädigt wurde. Verletzt wurde niemand.

Die Stadtwerke setzten zwischen Vohwinkel und Oberbarmen einen Ersatzverkehr an. "Wir werden nun versuchen, die Schiene zu bergen und nach dem Fehler zu suchen", sagte WSW-Sprecher Holger Stephan.

Schwebebahn erstreckt sich auf eine Länge von 13,3 Kilometer

Einen ähnlichen Vorfall hatte es bereits vor fünf Jahren bei der Schwebebahn gegeben. Damals war die eiserne Stromschiene auf einer Länge von 260 Metern aus der Verankerung gerissen und in die Tiefe gestürzt. Sie demolierte mehrere Autos, zwei Menschen wurden leicht verletzt, 76 Passagiere saßen in zwölf Metern Höhe über der Wupper in dem havarierten Zug fest. Der Schwebebahn bescherte die damalige Havarie sechs Wochen Zwangspause.

Seit dem offiziellen Start im März 1901 verbindet der „stahlharte Drache“ (Zitat Else Lasker-Schüler) den Osten und den Westen Wuppertals. Seitdem grüßen die Wuppertaler „aus der Stadt, in der die Busse fliegen“ und locken jährlich hundertausende auswärtige Gäste an. Mehr als 1,5 Milliarden Menschen sind bereits mit der Schwebebahn durch das Tal der Wupper geschwebt.

Die Wuppertaler Schwebebahn ist mit 13,3 Kilometern Strecke und 20 Bahnhöfen das Rückgrat und wichtigste Verkehrsmittel der Stadt. Im Laufe der letzten 120 Jahre hat sie schon mehr als 1,5 Milliarden Menschen befördert. Täglich nutzen die Bahn nach Angaben der Stadtwerke rund 85 000 Fahrgäste.

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