Studentenwohnungen

Studentenwohnheim am Ostenberg 109 soll im März wieder öffnen

Dortmund - Studentenwohnungen sind knapp in Dortmund. Anfang nächsten Jahres soll ein Wohnheim wieder öffnen, das momentan kernsaniert wird. Dann stehen Studenten 189 neue Zimmer zur Verfügung.

Seit gut einem Jahr wird am Studentenwohnheim "Ostenberg 109" gebaut. Neue Lüftungstechnik, Elektro- und Wasserleitungen, Heizkörper, Fußböden, Beleuchtung, Türen, elektrischer Sonnenschutz, Fassade und neue Fahrradplätze. Das Gebäude wird für gut acht Millionen Euro kernsaniert und bis auf wenige Ausnahmen komplett erneuert. Im März soll der Umbau beendet sein.

189 Plätze stehen dann wieder für Studenten zur Verfügung. Und die werden dringend benötigt: Seit Jahren steigt die Zahl der Studenten an der TU. Im Vergleich zum Wintersemester 2008/2009 sind es mittlerweile gut 12.000 mehr. 34.600 Studenten waren im Wintersemester 2017/2018 an der TU eingeschrieben.

Wohnraum für Studenten ist knapp

Das Studierendenwerk der TU Dortmund und der Fachhochschule Dortmund kann den Bedarf an Wohnraum nicht mehr alleine decken. 462 Studierende stehen auf der Warteliste für die insgesamt 2.833 Plätze in elf Wohnanlagen, die allesamt belegt sind. Wohnraum im Preissegment für Studenten ist knapp. Deshalb plant die Stadt aktuell auch vier weitere Wohnanlagen für Studenten in der Innenstadt.

Die acht Millionen Euro, die in den Umbau investiert werden, stammen nicht nur aus dem Eigenkapital des Studierendenwerks, auch der Bund und die NRW-Bank fördern den Umbau. Man sei beim Bau und der Bewirtschaftung der Wohnanlagen auf die Unterstützung der öffentlichen Hand angewiesen, so Thomas Schlootz, kommissarischer Geschäftsführer des Studierendenwerks. "Anders als auf dem privaten Wohnungsmarkt, wollen wir eine Miete erzielen, die vor allem dem sozialen Anspruch gerecht wird."

Günstiger Wohnraum soll zu Bildungerechtigkeit beitragen

Die meisten der voll- bzw. teilmöblierten Plätze werden mit einer Warmmiete unter 300 Euro angeboten, die bereits sämtliche Nebenkosten sowie die Kosten für den Internetanschluss beinhaltet. "Wir wissen, dass die Miete der größte Kostenfaktor im Budget der Studierenden ist. Daher leisten wir mit diesem Angebot einen großen Anteil zur Bildungsgerechtigkeit. Ein Studium soll nicht an den finanziellen Voraussetzungen scheitern", sagt Schlootz.

Der Bau wurde in drei Arbeitsabschnitte eigenteilt. Der westliche Trakt ist am weitesten vorangeschritten. Es fehlen noch die finalen Malerarbeiten und die Endmontage der Möbel, die dort bereits in einigen Zimmern eingezogen sind. Jedes der 189 Zimmer wird mit Kleiderschrank, Schreibtisch, Rollcontainer, Regal und, um zusätzlichen Stauraum zu schaffen, einem Hochbett ausgestattet.

Große Gemeinschaftsküchen gibt es zukünftig nicht mehr

Zwei Zimmer wurden jeweils zu einem Doppelapartment mit einem neuen Bad und einer Küchenzeile zusammengefügt. Damit sind auch die sieben großen Gemeinschaftsküchen Geschichte, die sich 20 oder mehr Bewohner teilen mussten. In den vergangenen Jahren hatten diese weder den Vermietern noch den Mietern Freude bereitet. "Unterschiedliche Auffassungen von Sauberkeit

und Ordnung, hatten in der Vergangenheit häufig für Diskussionen gesorgt", sagt Vera Brasse, Bereichsleiterin Studentisches Wohnen beim Studierendenwerk.

Die dadurch geschaffene Harmonie kann dann in weiteren neuen Gemeinschaftsräumen ausgelebt werden. In den Gemeinschaftsraum im Kellergeschoss wird dank der Erdarbeiten vor dem Gebäude in Zukunft Tageslicht einfallen und soll in dem vergrößerten Raum eine neue Atmosphäre schaffen.

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