SyghtTraditionslokal

Spielbank bekommt ein neues Restaurant

SYBURGHÖRDE - Die Spielbank Hohensyburg möchte attraktiver werden für Gäste, die nicht ins Casino gehen - unter anderem mit moderner Küche und einer frischen Optik. Darum öffnet dort neben dem Sterne-Betrieb Palmgarden ein neues Restaurant, das Syght. Und auch im Palmgarden tut sich einiges.Die Zeit der geschlossenen Rollos in Hördes ältester Gaststätte soll spätestens Mitte Oktober vorbei sein: Nach dem Auszug des Teams der "Neuen Ess Klasse", zieht ein alter Dortmunder Bekannter mit seiner Frau nun in das Traditionslokal "Zum Treppchen". Wir verraten, was das Duo anbieten möchte.

In den vergangenen Monaten ist die Spielbank auf der Hohensyburg im laufenden Betrieb umgebaut worden. Der erste große Bauabschnitt ist nun fertig. Am Mittwoch (6. 9.) eröffnet das neue Restaurant Syght.

Das Syght - der Name setzt sich aus dem englischen Sight (Blick) und Syburg zusammen - ist der Nachfolger des Vegas-Restaurants. In der mit dunklen Holzmöbeln und goldenen Elementen eingerichteten Gastronomie wird internationale Küche serviert.

Das Angebot sei ein Mix aus Klassikern und modernen Interpretationen, sagt Holger Garz, Gastro-Chef in der Spielbank. Auf der Karte stehen unter anderem Steaks. Im Lounge-Bereich werden Cocktails serviert.

Auch der Palmgarden ist nicht wiederzuerkennen

Nebenan ist weiterhin der Platz von Dortmunds einziger Sterneküche. Der Palmgarden ist nach dem Umbau kaum wiederzuerkennen. Das Restaurant hat jetzt einen warmen Echtholzboden und eine komplett neue, sehr moderne Einrichtung, die in den Trendfarben Petrolblau und Kupfer gehalten ist. Lichtelemente sollen für eine gemütliche Atmosphäre sorgen, in der Küchen-Chef Michael Dyllong seine Kreationen serviert.

Umgebaut worden ist zudem der Eingangsbereich der Spielbank. Es gibt jetzt einen separaten Eingang für die Restaurants. Und wer doch ein bisschen Zocken möchte: Die Spielfläche des Casinos ist um 400 Quadratmeter erweitert worden.

Oliver Schwanke, gelernter Braumeister, und Daniela Heller wechseln demnächst aus dem "Landhaus Berkenberg" am Gevelsberger Golfclub Gut Berge zurück in ihre Heimatstadt, wo sie bis 2015 das Restaurant "Dimberger Glocke" in Kirchhörde betrieben. Daniela Heller sagt: "So eine Gelegenheit kann man sich doch nicht entgehen lassen" und freut sich auf die neue Herausforderung in Spuckweite zum Phoenix-See.

Hauseigentümerin Irene Lehrke freut sich, dass die Nachfolge für die "Neue Ess-Klasse" so schnell gefunden wurde und nun hoffentlich Ruhe einkehrt nach dem permanenten Pächter-Wechsel im 1763 erbauten, schieferverkleideten Haus. "Ich liebe dieses Objekt. Und es kam immer, wenn ich in den vergangenen Wochen vor Ort war, viel Liebe auf mich zu. Sonst würde ich mir das nicht antun", sagt Irene Lehrke.

Gastro-Kritiker überschlugen sich

Echte Ruhe-Garanten waren in der Vergangenheit nur die Kozuchs im "Treppchen". Ältere Dortmunder werden sich gerne erinnern: 28 Jahre lang verwöhnten Anne und Rolf Kozuch ihre Gäste an der Faßstraße 21 mit französischer Kochkunst im westfälisch-historischen Ambiente. Gastro-Kritiker überschlugen sich damals, alles, was in der Stadt bekannt war, ging bis Ende 2001 bei Kozuchs im "Treppchen" ein und aus. Ihnen folgte Johannes Talyai, ein gelernter Koch aus dem Kölner Raum, doch danach gaben sich an der Faßstraße die Pächter mit den Restaurant-Lieferanten die Klinke in die Hand. Zuletzt kam im Oktober 2014 das Team der "Neuen Ess Klasse" mit Pascal Hinz, Lukas Tarabczynski und Michaela Dingeldey.

Nun also das Paar Heller (46)/Schwanke (49). Sieben Jahre führten sie die ebenfalls historische "Dimberger Glocke". Sonntag unterschrieben die beiden den Pachtvertrag mit Irene Lehrke, deren Elternhaus das denkmalgeschützte Haus in Hörde ist. Sie bringen als Köche die beiden 28-jährigen Kevin Ulrich und Denis Funke mit, die zuvor in Top-Hotels in Österreich kochten.

Im "Treppchen" soll's eine bodenständige, aber modern interpretierte Küche geben, mit deutsch-mediterranem Schwerpunkt und lokalen Produkten, dann eine Extra-Barkarte, Sonntagsbrunch, Mittagstisch und nachmittags Kaffee und Kuchen, kündigt Oliver Schwanke an. Jetzt nimmt sich das Paar, das an sieben Tagen öffnen will, eine moderate Renovierung vor mit neuer Theke, neuer Deko und einem anderen Beleuchtungskonzept.

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