Tarifstreit

Verdi kündigt Warnstreik bei der Awo an - Das sind die Auswirkungen für Dortmund

Einige Dortmunder Kindergärten und Seniorenheime werden am Dienstag nur auf Sparflamme betrieben: Im Tarifstreit mit der Awo hat die Gewerkschaft Verdi einen Warnstreik angekündigt.

Die Gewerkschaft Verdi fordert im nächsten Tarifvertrag für die Arbeitnehmer der Betriebe der Arbeiterwohlfahrt (Awo) NRW eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 10 Prozent, die Arbeitgeberseite bot in der ersten Verhandlungsrunde Anfang Januar 7 Prozent mehr Lohn über zweieinhalb Jahre verteilt.

Das ist Verdi zu wenig. Deshalb hat die Gewerkschaft für Dienstag zu einem Warnstreik aufgerufen. Sie rechnet in einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung "mit einer hohen Streikbeteiligung".

Awo betreibt in Dortmund 15 Kitas und sechs Seniorenheime

Die Awo betreibt in Dortmund 15 Kindergärten und sechs Seniorenheime. Heike Kromrey von Verdi Dortmund geht davon aus, dass am Dienstag alle Kindergärten geöffnet bleiben, auch wenn in einigen lediglich Notgruppen angeboten werden. Gleiches gilt für die Seniorenheime, bei denen der Betrieb sich aufs Nötigste beschränken wird.

Die Awo-Beschäftigten aus dem Dortmunder Raum fahren am Dienstag gemeinsam mit dem Zug um 9.45 Uhr zu der zentralen Kundgebung vor dem DGB-Haus in Düsseldorf. Dort findet die zweite Verhandlungsrunde statt. Kromrey rechnet mit rund 100 Teilnehmern aus Dortmund und den Nachbarstädten und etwa 80 aus dem Raum Unna.

Nächster Warnstreik könnte Mitte Februar auf Dortmund zukommen

Sollte bei den Verhandlungen keine Einigung erzielt werden, wird es laut Heike Kromrey Mitte Februar wahrscheinlich einen weiteren Warnstreik geben - mit Dortmund als Zentrum. Denn eine weitere Verhandlungsrunde würde dann in Dortmund stattfinden.

Verdi fordert mit der durchschnittlichen Erhöhung um 10 Prozent eine Angleichung der Löhne an das Lohnniveau im Öffentlichen Dienst. "Uns ist es völlig unverständlich, warum in der Awo nicht gezahlt werden kann, was im Öffentlichen Dienst längst Wirklichkeit ist", heißt es von Verdi.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Einsatz im Horror-Haus: Darum bedrohte ein Mann eine Frau mit der Pistole
Einsatz im Horror-Haus: Darum bedrohte ein Mann eine Frau mit der Pistole
Hauptverkehrsader in Herten wird zur Einbahnstraße
Hauptverkehrsader in Herten wird zur Einbahnstraße
Weitere Festnahme nach Raubserie, Einbrecher in Herten verhaftet, Einsatz in "Horror-Haus"
Weitere Festnahme nach Raubserie, Einbrecher in Herten verhaftet, Einsatz in "Horror-Haus"
Schwerer Unfall in Oer-Erkenschwick: Auto erfasst freilaufendes Pferd
Schwerer Unfall in Oer-Erkenschwick: Auto erfasst freilaufendes Pferd
Festnahmen nach Tankstellen-Raubserie in Castrop-Rauxel: Es gibt einen neuen Sachstand
Festnahmen nach Tankstellen-Raubserie in Castrop-Rauxel: Es gibt einen neuen Sachstand

Kommentare