Taxi-Unternehmen

"Cabdo" führt Elektro-Taxis in Dortmund ein, die man per App rufen kann

Ab Februar werden in Dortmund die ersten Elektro-Taxis verfügbar sein. Das Taxiunternehmen "Cabdo" fährt Dortmunder ab 2019 umweltbewusst in ihren "Cabdo green" Wagen zu ihren Wunschorten.

Die Taxifirma "Cabdo" plant ab dem 14. Februar, mit fünf Elektrotaxis eine neue Alternative in Dortmund zu bieten. Die Wagen der Marke Hyundai Ioniq sollen als viertes Modell - genannt "Cabdo green" - von dem Unternehmen angeboten werden. Über die "Cabdo"-App kann dann zusätzlich zu den anderen Modellen ein Elektrotaxi gerufen werden.

Elektrotaxis für umweltbewusste Dortmunder

"Wir möchten damit Menschen ansprechen, die besonders umweltbewusst sind", sagt Wladislaw Tepliakov, der Geschäftsführer von "Cabdo". Die Elektro-Taxis seien völliges Neuland. Darum sei auch finanziell unklar, ab wann die Investition sich rentiere. Der Fokus liege vor allem darauf, ein Zeichen zu setzen. "Es ist eher der Wunsch, einer Nachfrage zu entsprechen, die sich entwickelt, als dass wir vom Diesel-Skandal getrieben werden."

Allgemein seien Elektroautos noch teurer als Dieselwagen. Die Anschaffung der "Cabdo green"-Reihe habe sich aber finanziell nicht maßgeblich von den anderen Taxis unterschieden. "Cabdo" geht sogar von geringeren Betriebskosten bei den umweltfreundlichen Taxis aus.

Dennoch müsse abgewartet werden, welche Reparaturen anfallen könnten. "Es gibt noch keine Referenzwerte, mit denen wir arbeiten können," sagt der Geschäftsführer. "Trotzdem gehen wir dieses Risiko ein. Wir gehen mit der Entwicklung des Marktes mit."

Wo werden die Elektro-Taxis aufgeladen?

Die "Cabdo green" Autos seien für Kurzstrecken in Dortmund ausgerichtet. Aufladungen sollen - laut Wladislaw Tepliakov - an öffentlich zugänglichen Ladestationen erfolgen und an Ladesäulen, die an der "Cabdo" Zentrale in der Karl-Marx-Straße errichtet werden sollen.

Unter den anfänglichen fünf Elektrowagen sollen sowohl Plug-in-Hybride sein - sie fahren 70 Kilometer lang elektrisch und dann mit Benzin -, als auch rein elektrische Fahrzeuge. Sie können bis zu 200 Kilometer weit fahren.

Für "Cabdo" Kunden werde sich der Preis, ein Elektrotaxi zu rufen, nicht von den Preisen der "Cabdo black" Wagen - kleine, schwarze Limousinen - unterscheiden. "Durch unseren fixierten Festpreis vor Fahrtantritt liegen wir unterhalb der meisten Taxipreise", so Tepliakov. Für Kunden ginge es zentraler um den Mehrwert: die Umwelt.

Seit einem Jahr existiert "Cabdo" und wächst

"Cabdo" ist ein digitales Taxiunternehmen, das es Kunden möglich macht, Taxis per App zu rufen oder auch schon im Voraus zu bestellen. Zur Auswahl stehen drei verschiedene Kategorien: Taxis, Großraumtaxis und die sogenannten "Cabdo black" Autos. Die "Cabdo green" Reihe soll im Februar dazu kommen.

Seit einem Jahr wächst die Firma stetig und hat mittlerweile rund 60 Fahrzeuge und 100 Fahrer. Diese seien meistens Studenten und junge Leute aus Dortmund. Noch fahren sie die bisher 21.000 Nutzer größtenteils in Dortmund herum. Das soll sich aber ändern. "Cabdo" plant schon bald eine Erweiterung des Gebiets auf Nachbarstädte.

Die Stadt plant ebenfalls ein Netzwerk an Elektrotaxis

Auch die Stadt Dortmund sieht eine Umrüstung auf Elektrotaxis vor. Dafür wurden bereits Förderanträge gestellt. In Zukunft sollen Dortmunder Taxiunternehmen bei dieser Umsetzung gefördert werden.

Dafür sollen zum Beispiel am Hauptbahnhof Stellplätze für die E-Taxis freigehalten und Ladestationen eingerichtet werden. Wann die Umrüstung beginnt, ist allerdings noch unbekannt.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Einsatz im Horror-Haus: Darum bedrohte ein Mann eine Frau mit der Pistole
Einsatz im Horror-Haus: Darum bedrohte ein Mann eine Frau mit der Pistole
Hauptverkehrsader in Herten wird zur Einbahnstraße
Hauptverkehrsader in Herten wird zur Einbahnstraße
Weitere Festnahme nach Raubserie, Einbrecher in Herten verhaftet, Einsatz in "Horror-Haus"
Weitere Festnahme nach Raubserie, Einbrecher in Herten verhaftet, Einsatz in "Horror-Haus"
Schwerer Unfall in Oer-Erkenschwick: Auto erfasst freilaufendes Pferd
Schwerer Unfall in Oer-Erkenschwick: Auto erfasst freilaufendes Pferd
Festnahmen nach Tankstellen-Raubserie in Castrop-Rauxel: Es gibt einen neuen Sachstand
Festnahmen nach Tankstellen-Raubserie in Castrop-Rauxel: Es gibt einen neuen Sachstand

Kommentare