Team Argos: Raubüberfälle auf Geldtransporter

Wie die Polizei die Panzerfaust-Bande schnappte

Dortmund - Bei einem Raubüberfall auf einen Geldtransporter erbeuteten schwer bewaffnete Täter 2015 in Dortmund-Bodelschwingh 319.000 Euro. Vergeblich fahndete die Polizei nach den Männern. Die Verbrecherbande bereitete bereits die nächste Tat vor und wähnte sich in Sicherheit. Bis ein Team aus Staatsanwaltschaft, Kriminalpolizei und Ermittlungsrichtern in Hagen die Jagd eröffnet.

Dies ist die Geschichte einer mit großer Geduld geleisteten Präzisionsarbeit, die als Lehrstück für Akribie ohne Behördengrenzen in die deutsche Kriminalgeschichte einziehen kann. Die Spuren führen durch Funkzellen in konspirativ gemietete Garagen, in bürgerliche Reihenhäuser, auf Schießstände von Schützenvereinen - und voraussichtlich im Sommer 2018 vor das Hagener Landgericht. Nach anfänglichen Enttäuschungen beginnt der Ermittlungserfolg mit einem kleinen Notizzettel, auf dem der Name "Emil" und eine Handynummer stehen.

Der 12. Dezember 2015. Nach einer Tour quer durch das Ruhrgebiet erreicht ein Geldtransporter des Essener Sicherheitsdienstes Kötter im Dortmunder Westen den Stadtteil Bodelschwingh. Auf einem besonders gut gesicherten Gelände deponiert Kötter große Geldreserven. Beladen ist der Transporter mit Geld, das aus dem Weihnachtsgeschäft von Kötters Einzelhandelskunden stammt. Doch der Transporter erreicht sein Ziel nicht.

Um 18.52 Uhr keilen zwei Fahrzeuge auf der Richterstraße, mitten in einem Wohngebiet, den blauen Panzerwagen ein. Mehrere Männer umstellen den Geldtransporter, bedrohen das Personal mit einer Panzerfaust-Attrappe und eröffnen mit Maschinengewehren das Feuer. Insassen anderer Fahrzeuge, die am Tatort im Stau stehen, fliehen. Mit einer Flex schneiden die Täter ein Loch in den Innenraum, greifen nach der Beute, fliehen und wechseln etwa 2000 Meter vom Tatort entfernt die Fluchtfahrzeuge. An der Brietenstraße in der Nähe eines Autobahnparkplatzes verliert sich ihre Spur. Die Dortmunder Polizei sichert Spuren, befragt Zeugen, fahndet. Vergeblich. Auch ein ausführlicher Bericht in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" führt nicht zu entscheidenden Hinweisen. Die Ermittlungen geraten ins Stocken. Monate später baldowern die Täter den nächsten Tatort aus.

13 Monate nach der Tat richtet das Polizeipräsidium Hagen die Ermittlungsgruppe "Argos" ein. In der griechischen Mythologie ist Argos ein riesiges Ungetüm mit Hunderten Augen ("Argus-Augen"). Argos soll Zusammenhänge zwischen der Dortmunder Tat und ähnlichen Fällen in Nordrhein-Westfalen aufdecken. Eine "junge dynamische Staatsanwältin", wie der 1. Kriminalhauptkommissar Klaus Müller von der Abteilung für organisierte Kriminalität berichtet, leitet das Verfahren.

Ermittlungsrichter und einige Kriminalbeamte steigen in dieser Phase 1 in umfangreiche Recherchen ein, die die Verbindungen zwischen 16 ähnlichen Raubüberfällen herstellen sollen und bis in das Jahr 1997 zurückführen werden. Die Ermittler ziehen sämtliche Akten der zu untersuchenden Fälle heran, nehmen alle Asservate unter die Lupe und nutzen die Labors des Landeskriminalamtes NRW. Mit einer neuen Analysemethode des rechtsmedizinischen Instituts der Universität München lassen sie menschliches DNA-Material neu untersuchen.

Die erste Euphorie weicht der Enttäuschung

"Es folgte monatelange kriminalistische Feinarbeit", berichtet Klaus Müller in dem Magazin "Deutsche Polizei" der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Nach monatelanger Arbeit sind die hoch motivierten Ermittler nicht einen Schritt weitergekommen. Die anfängliche Euphorie muss der "Ernüchterung und Enttäuschung" weichen. Keine der DNA-Analysen führt in einer Datenbank zu einem Treffer, der auf einen darin bereits gespeicherten Täter hinweist. Doch das Hagener Team gibt nicht auf.

Es verbindet in dem aus schier unendlich vielen Teilen bestehenden Puzzle zwei zueinander passende Einzelteile, von denen aus es später ein detailreiches Gesamtbild entwickeln kann: Aus dem Datenwust einer Funkzellenauswertung der Dortmunder Polizei isolieren sie eine von Tausenden anfangs unverdächtigen Rufnummern. Sie steht auf einem am Tatort in Dortmund sichergestellten Notizzettel mit dem Namen "Emil". Endlich. Endlich halten die Ermittler ein Pack-Ende in der Hand, mit dem sie später drei Mordversuche und insgesamt 15 brutale Raubüberfälle aufklären können.

Emil und die Rufnummer führen auf die Spur eines Tatverdächtigen in Polen. Emils DNA taucht in keiner Datenbank auf. Noch nicht. Emil ist ein unbeschriebenes Blatt. Statt einen Haftbefehl auszustellen und den Verdächtigen überstürzt festzunehmen, beauftragt die Staatsanwältin aus Hagen die Polizei damit, den Mann aufzuspüren und klammheimlich dessen DNA einzusammeln.

Führt eine Handynummer zu den Tätern?

Das Puzzle setzt sich ab jetzt zu einem immer größer werdenden Bild zusammen und wird Festnahmen ermöglichen.

Ein Mobiles Einsatzkommando (MEK) erstellt ein Kontakt- und Bewegungsbild des Verdächtigen, ortet Emil immer wieder, identifiziert ihn, folgt ihm und nimmt Spuren, wenn er wieder weg ist. Der nächste Schritt führt ins Labor: Emils DNA aus dem Jahr 2017 ist baugleich mit der DNA, die von der Kriminalpolizei nach Raubüberfällen in den Jahren 2000 in Neuss und 2002 in Wetter gesichert worden ist.

Die Argus-Augen blicken über 15 Jahre zurück und erkennen die Täter

Von Ernüchterung und Enttäuschung ist in dem Hagener Team keine Spur mehr. Präzision, Geduld und die richtige Ermittlungstaktik müssen ineinandergreifen. Kriminalbeamte, Staatsanwaltschaft und Ermittlungsrichter wittern den Fahndungserfolg. Sie dürfen jetzt keine Fehler machen. Um den Tätern nicht aufzufallen.

Die Arbeit führt in den folgenden Monaten über Emil auf die Spuren von drei weiteren Verdächtigen, die für Geldtransporter-Überfälle in Neuss (2000), Werl (2001 und 2002), Wetter (2004) und 2015 in Dortmund verantwortlich sein könnten. Wieder observieren Mobile Einsatzkommandos die Tatverdächtigen. Telefonüberwachung und GPS-Ortungen lassen inzwischen den Schluss zu, dass insgesamt fünf Personen eine neue Tat vorbereiten. Das baut Druck auf. Es gilt, nicht nur Altfälle aufzuklären, sondern ein weiteres Verbrechen mit Lebensgefahr für die Opfer zu verhindern.

Klaus Meier vom Kriminalkommissariat 22 der Polizei in Hagen: "Es konnte der Nachweis erbracht werden, dass die Tatverdächtigen eine große Werttransportfirma in Duisburg regelmäßig ausbaldowerten. Sie observierten das Firmengebäude offensichtlich, um die Fahrtzeiten der Geldtransporter zu ermitteln. Dazu setzten sie auch unbemannte Fahrzeuge mit GoPro-Kameras ein". Die Weitwinkel-Objektive der Minikameras zeichneten über lange Zeiten die Bewegungsbilder der Transporter auf.

Jetzt mussten die Räuber nur noch den richtigen Zeitpunkt für die nächste Tat erkennen und Fahrtrouten ausspionieren, um an einem Tatort mit günstiger Fluchtmöglichkeit zuschlagen zu können. Die Ermittler mussten von diesem Plan ausgehen, zumal weitere verdeckte Ermittlungen zu der Erkenntnis geführt hatten, dass die Verdächtigen in Polen mächtige Spezialtrennscheiben für einen Motortrennjäger organisierten - die Maschine ist in der Lage, in Sekundenschnelle einen gepanzerten Geldtransporter aufzuschlitzen. Wie bei der Tat in Dortmund.

Das Argos-Team, bei der Kriminalpolizei jetzt auf 18 Ermittler aufgestockt, ist nah dran an der Bande. Die Augen sind überall. "Sie trainierten bereits für die geplante Tat, hielten sich körperlich fit und absolvierten regelmäßig Schießtrainings auf Gewehrschießständen von Sportschützenvereinen. Auch die Anwerbung eines neuen Mittäters aus Polen konnte beweisfest dokumentiert werden", hält Klaus Müller im GdP-Magazin fest. Jetzt drängt die Zeit. Die Polizei weiß, dass die nächste Tat bevorstehen könnte. Mit diesem Wissen kann sie nicht mehr zögern, denn der Einsatz von Kriegswaffen hätte, wie bei den vorangegangenen Fällen, Lebensgefahr für die Opfer bedeuten können. In drei Fällen erkennt die Hagener Staatsanwaltschaft später in der Anklage auch Mordversuche.

Festnahme der Panzerfaust-Bande

Der Spätsommer 2017. Fünf Wochen lang bereitet Argos die Festnahmen der Männer vor. Am 27. September 2017 ist es soweit. Mehr als 200 Polizeibeamte aus Hagen, Wuppertal, dem Märkischen Kreis, Mettmann, Düsseldorf, Bochum, Dortmund, Duisburg, Köln, Essen und Münster sowie Kräfte des Zollamts Gießen gehen um 3 Uhr morgens in einen Einsatz, der bei Tageslicht für fünf festgenommene Tatverdächtige in der Untersuchungshaft endet.

Sie sind 30, 40, 48, 52 und 53 Jahre alt und wohnen im Rheinland und im Bergischen Land. Sie führen ein unauffälliges Leben. Bei drei Überfällen mit Sturmgewehren und anderen schweren Waffen in Neuss, Werl und Dortmund sollen sie insgesamt über 1,55 Millionen Euro erbeutet haben. In zwei Fällen mussten sie ohne Beute fliehen. Bei der Tat im Jahr 2001 in Werl schießen die Täter auf einen Pförtner. 2002 fällt, ebenfalls in Werl, das Kommando "Erschieß ihn". Der bereits verletzte Fahrer eines Geldtransporters überlebt.

Bei einem Pressegespräch am 6. Oktober 2017 informieren die Polizei und die Staatsanwaltschaft Hagen die Öffentlichkeit über diesen ersten bedeutenden Fahndungserfolg. Doch die Ermittlungsgruppe verrät an diesem Tag längst nicht alles, was die Argos-Augen sehen. Wenige Tage später durchsuchen die Kriminalbeamten in Wuppertal eine Garage und entdecken in einem abgemeldeten Pkw zwei Kalaschnikows, weitere Schnellfeuergewehre, eine Pumpgun, eine täuschend echt aussehende Panzerfaustattrappe, Hunderte Schuss Munition, Pkw-Kennzeichen, Buttersäure und Bargeld.

Die Spurenanalysen gehen weiter. Bis zu 20 Jahre reichen die Nachforschungen bei Banken zurück, um die Konten von Tatverdächtigen zu durchforsten und den Weg der Beute verfolgen zu können. Der 1. Kriminalhauptkommissar Klaus Müller: "Die Auswertung von Asservaten und insbesondere die Sichtung von schriftlichen und digitalen Aufzeichnungen führten zur Gewinnung von immer mehr belastendem Material." Noch im Oktober 2017 durchsucht die Polizei eine konspirativ angemietete Garage in Gelsenkirchen. Darin steht ein Fiat Ducato. Sehr wahrscheinlich das Fahrzeug, das die Verbrecher nach dem Überfall auf der Richterstraße in Dortmund-Bodelschwingh für die Flucht genutzt haben.

Tatverdächtige brechen das Schweigen

Der Druck auf die in Untersuchungshaft sitzenden Verdächtigen wird immer größer. Am 7. November 2017 legt einer der Beschuldigten schließlich ein Geständnis ab. Klaus Müller im GdP-Magazin: "Er war nachweislich an keinem der Überfälle beteiligt." Der junge Mann darf die Untersuchungshaft verlassen und muss sich regelmäßig bei der Polizei melden. Auch einer der mutmaßlichen Haupttäter bricht jetzt sein Schweigen. Er belastet einen aus Polen stammenden Deutschen, der in Remscheid wohnt. Er soll für den Überfall in Dortmund die Fluchtfahrzeuge beschafft und weitere Vorbereitungen getroffen haben sowie auch selbst an der Tat in Bodelschwingh beteiligt gewesen sein. Am 8. November 2017 nimmt die Polizei den 52-Jährigen in seinem Wohnhaus fest. Er ist der Tatverdächtige Nummer 6.

Tatverdächtiger Nummer 7 ist ein 59-jähriger Deutscher, der in einem unscheinbaren Reihenhaus in Haan wohnt. Die Puzzleteile über den gelernten Büchsenmacher erhalten die Ermittler von einem "Hinweisgeber", den sie nicht näher beschreiben wollen. Am 15. November 2017 klicken in dem Haus die Handschellen. Der Sportschütze bunkert rund 60 Langwaffen und 30.000 Schuss Munition, laut Polizei Hagen "unterschiedlichster Kaliber". Darunter 40 Jahre alte aus einer ukrainischen Fabrik stammende Munition, die bei den Raubüberfällen an Rhein und Ruhr verwendet worden ist. In dem Haus stellt die Polizei Drehbänke, Spezialwerkzeuge und "große Mengen an Waffenteilen" sicher. Laut Staatsanwalt Bernd Maas stammen die meisten bei schweren Verbrechen benutzten Waffen und deren Munition aus dem Ausland.

Der Büchsenmacher und sein Bruder

Noch immer ist das Puzzlebild nicht vollständig. Das Team entdeckt bei der Durchsuchung in Remscheid Spuren, die noch am gleichen Tag zum 51-jährigen Bruder des Büchsenmachers führen - er ist der Tatverdächtige Nummer 8 und ebenfalls ein Sportschütze. In seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Wuppertal hortet der Mann 50 "Legalwaffen". Erneut stoßen die Ermittler auf "große Mengen an Munition". Sie entdecken auch mehrere Kilogramm Schwarzpulver und Material, das zur Herstellung von Munition benötigt wird. Die Brüder waren der Polizei bislang nie aufgefallen. Anders als in den vorherigen Fällen verzichtet die Justiz auf die Untersuchungshaft.

Die Geduld der Ermittlungsrichter, der Staatsanwältin und der Kriminalpolizei zahlt sich auch bei der Suche nach einem 60-jährigen Bochumer aus, gegen den am 8. Dezember 2017 ein Haftbefehl erlassen wird. Er ist der Verdächtige Nummer 9. Finanzermittler und Auswertungen an Asservaten ergeben in dem großen Puzzle ein eigenständiges Bild, das seine Identität und die Beteiligung an drei Überfällen erkennen lässt. Doch seine Festnahme scheitert. Zunächst. Der Mann taucht unter.

Komplize taucht auf Gran Canaria unter

Er weiß, dass er gesucht wird und welches Verhalten ihm zum Verhängnis werden könnte. Nummer 9 telefoniert nicht, um keine elektronischen Spuren zu hinterlassen und nicht geortet werden zu können. Hagener Ermittlungsrichter ordnen mehrere Telefonüberwachungen bei "Kontaktpersonen" des Mannes an. So "konnten Erkenntnisse gewonnen werden, dass er sich auf Gran Canaria aufhielt und zum Weihnachtsfest wieder zurückkehren wollte", berichtet Klaus Müller. Einen Tag vor Heiligabend 2017, um 20.20 Uhr, nehmen Bundespolizisten und Argos-Beamte den Bochumer am Flughafen Düsseldorf fest. Es folgt der Transfer in die Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen sind abgeschlossen. Bernd Maas, Sprecher der Hagener Staatsanwaltschaft, spricht von einem "Kisten"-Verfahren, an dessen Ende entsteht in einem Aktenraum als Trophäe ein Foto mit mehr als 100 aufgetürmten Ordnern. Die Ermittlungsakten und die Anklage gehen an das Landgericht Hagen, das über Schuld oder Unschuld von sieben Beschuldigten verhandeln muss und bei nachgewiesener Schuld in jedem Einzelfall über ein Strafmaß zu entscheiden hat. Die Ermittler glauben, ihnen die Taten sicher nachweisen zu können.

Der Polizeialltag sei, berichtet Klaus Müller von der Polizei in Hagen, "oftmals schwierig" und geprägt von einem "von Niederlagen nicht freien Berufsleben". Die Festnahmen seien Beweis einer akribischen Ermittlungsarbeit im Team. Ohne die Hilfe anderer Polizeipräsidien, ohne das Landeskriminalamt und das Bundeskriminalamt, ohne die Spezialeinheiten, ohne die Münchner Rechtsmedizin und ohne die Vorarbeit anderer Kommissariate hätte die Ermittlungsgruppe Argos das Ziel nicht erreichen können. Der 1. Kriminalhauptkommissar spricht von einer "Genugtuung".

Die schnelle Arbeit der Ermittlungsrichter

Laut Klaus Müller seien die Ermittlungsrichter mit "Herz und Seele" ins Verfahren eingestiegen. Die für die Polizei notwendigen Beschlüsse als unabdingbare Voraussetzung für Eingriffe in die Grundrechte der Beschuldigten seien von den Richtern "in Unmengen" und "in Windeseile" erfolgt. Staatsanwalt Bernd Maas sagt, dass "die Zusammenarbeit von Polizei, Staatsanwälten und Ermittlungsrichtern in Hagen wirklich hervorragend" sei. "Das ist nicht überall so, andere Behörden beneiden uns darum."

Bei den Raubüberfällen durchlebten die Angestellten der Geldtransporte Todesangst mit weitreichenden Folgen für den Alltag. Vor Gericht werden sie die bei den Taten maskierten Täter zu Gesicht bekommen.

"Die Aufklärung ist ein großer Erfolg für Polizei und Justiz. Das akribische Vorgehen der ermittelnden Beamten verdient unseren größten Respekt und unsere höchste Anerkennung", erklärt Peter R. Lange. Er ist Geschäftsführer der Loomis Deutschland GmbH & Co. KG, die Mitte Januar 2018 den Geschäftszweig Geld- & Wertdienste von der Kötter-Unternehmensgruppe übernommen hat. Die Ermittlungsarbeit lege nicht nur den mutmaßlichen Tätern in diesem Fall das Handwerk. "Sie hat auch abschreckende Wirkung auf mögliche Nachahmer und ist damit in Sachen Prävention für unsere Branche von zentraler Bedeutung."

Was jetzt klar ist: Kriminalbeamte, eine junge Staatsanwältin und drei Ermittlungsrichter aus Hagen haben einen in der deutschen Kriminalgeschichte einmaligen Coup gelandet.

Klaus Müller: "Verbrechen zahlen sich nicht aus ? Auch wenn dies nicht mehr in unseren Händen liegt, so gehen wir zusammen mit der Staatsanwaltschaft von hohen Haftstrafen bis hin zur Sicherungsverwahrung aus."

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