Test ab Februar

TU-Studenten können kostenlos Metropolräder nutzen

DORTMUND - Mit dem Leih-Fahrrad vom Wohnheim zum Hörsaal oder mal schnell vom Uni-Campus in die Innenstadt: Das soll für Studierende der Technischen Universität (TU) Dortmund wie schon an mehreren anderen Hochschulen in Ruhrgebiet bald kostenlos möglich sein. Zumindest probeweise.

In der Innenstadt gibt es schon ein dichtes Netz an Ausleihstationen für die Leihfahrräder mit dem auffallenden orangefarbenen "Metropolrad"-Logo. Und lange Zeit war Dortmund unter zehn beteiligten Städten im Ruhrgebiet Spitzenreiter bei der Nutzung der Leihfahrräder von Metropolrad Ruhr. Inzwischen haben Bochum mit 65.492 und Duisburg mit 72.078 Ausleihen in diesem Jahr bis Ende Oktober Dortmund mit 43.705 Ausleihen auf Platz 3 verwiesen. Doch das könnte sich bald wieder ändern.

Das Erfolgsgeheimnis in Bochum und Duisburg: Dort haben Hochschulen eine Kooperationsvereinbarung mit Betreiber Nextbike geschlossen. In Bochum können seit drei Jahren Studierende der Ruhr-Uni und von zwei weiteren Hochschulen für einen geringen Beitrag pro Semester die Leihräder in ganz NRW 60 Minuten lang ohne Extrakosten nutzen.

Zahlreiche Kooperationen

Die Ausleihzahlen in Bochum sind daraufhin drastisch gestiegen. Inzwischen gibt es nach erfolgreichen Probephasen die Kooperation auch mit der Uni Duisburg/Essen, der Folkwang-Uni in Essen und der Hochschule Ruhr-West in Mülheim/Bottrop.

In Dortmund wehrte sich an der TU der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (Asta) als gewählte Vertretung der Studierenden allerdings lange Zeit gegen eine Kooperation. Es gab Vorbehalte gegen den Beitrag von 1,50 Euro pro Student und Semester und Zweifel am Geschäftsmodell von Nextbike.

Die scheinen jetzt zwar nicht ganz ausgeräumt zu sein, aber erst einmal zurückgestellt. Denn ab Februar sollen auch die TU-Studierenden für das Sommersemester 2018 zunächst probeweise auf das Metropolrad aufsteigen können. Das hat das Studierenden-Parlament nach Vorarbeit des neu zusammengesetzten Asta in der vergangenen Woche beschlossen. Finanziert wird der Testlauf zunächst aus allgemeinen Haushaltsmitteln, erklärt Asta-Sprecher Markus Jüttermann.

Entscheid per Urabstimmung

Im Sommer könnte es dann parallel zur Wahl des neuen Studierenden-Parlaments eine Urabstimmung unter den gut 34.000 Studierenden der TU über eine dauerhafte Einführung des Leihrad-Angebots geben. Über die Kosten, die dann auf die Studierenden zukommen, ist noch zu verhandeln.

Klar ist schon jetzt, dass Nextbike mit der Kooperationsvereinbarung das Angebot an Ausleihstationen auf dem Uni-Campus deutlich ausbauen wird. Zusätzlich zu der schon bestehenden Metropolrad-Station am S-Bahn-Halt Universität auf dem Campus Nord sollen vier weitere Stationen eingerichtet werden. Bei Dauerbetrieb könnten weitere folgen. Nachholbedarf gibt es etwa auch im Umfeld der Universität in Hombruch oder Barop.

TU-Campus soll näher an City heranrücken

Bei der Stadt, die die Kooperation mit angebahnt hat, freut man sich über die Entwicklung. "Wir begrüßen das außerordentlich", sagt Planungs- und Umweltdezernent Ludger Wilde. "Das kann mit dazu beitragen, dass der Campus näher an die Stadt heranrückt." Dafür sorgen soll nicht zuletzt der Radschnellweg Ruhr, der von Bochum kommend über den Campus und das Kreuzviertel in die Innenstadt führen soll.

Noch offen ist, ob sich auch der Asta der Fachhochschule der Kooperation anschließt.

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