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Produktionsstopp

Thermomix-Produktion in Wuppertal soll schließen - das ist der Grund

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Die Produktion des vielverkauften Thermomix in Wuppertal wird weitestgehend eingestellt. Vielen Mitarbeitern droht die betriebsbedingte Kündigung.

Die einen können in der Küche nicht mehr ohne ihn, die anderen können dem guten Stück noch immer nichts abgewinnen. Die Rede ist vom Thermomix. Bald soll die Fertigung der einst beliebten Küchenmaschine in Wuppertal weitestgehend eingestellt werden. Vielen Mitarbeitern droht die betriebsbedingte Kündigung. Das bestätigt Vorwerk-Unternehmenssprecher Michael Weber am Dienstag.

Demnach solle die Thermomix-Produktion am Standort Wuppertal voraussichtlich im Dezember 2019 auslaufen. Am Standort Wuppertal sind 2500 Mitarbeiter beschäftigt.

Etwa 200 Vollzeitstellen sollen künftig wegfallen. Betriebsbedingt sollen allerdings nur höchstens 85 Mitarbeitern gekündigt werden. "Den Stellenabbau wollen wir sozialverträglich gestalten. Je nachdem wie es in der Praxis aussieht, müssen wir vielleicht sogar niemanden kündigen", sagt Weber.

Die Nachfrage des Thermomix ist gesunken

Betriebsratschef Ralf Hüttemann zufolge gibt es Überkapazitäten in Europa. Zudem sei die Nachfrage des Thermomix in Europa gesunken.

Wachstumschancen hingegen sehe das Unternehmen in Asien. Vorwerk will künftig ein Produktionswerk in China eröffnen. "Allerdings wird das Werk in Shanghai dann auch nur den asiatischen Markt beliefern. Die Endmontage des Thermomix, die zuvor in Wuppertal durchgeführt wurde, wird nun nach Frankreich ausgelagert. Dort befindet sich nach wie vor die Hauptproduktion des Thermomix", sagt Weber. Die deutschen Kunden würden also nach wie vor Produkte "made in europe" bekommen.

Dass Vorwerk den internationalen Markt in China längst im Blick hat, lässt sich bereits aus einem Bericht der Jahrespressekonferenz im Mai herauslesen.

In China gibt es hohe Wachstumsraten für den Thermomix

Vorwerk-Chef Reiner Strecker sagte dort zu der Entwicklung in China: „Wir haben dort im Bereich Thermomix deutliche Wachstumsraten von mehr als 100 Prozent. Für 2019 rechnen wir mit einem voraussichtlichen Umsatz von 200 Millionen Euro. Eine tolle Entwicklung innerhalb der letzten sechs Jahre seit der Eröffnung unseres China-Geschäfts.“

Einzelteile für den Thermomix werden weiterhin in Wuppertal gefertigt

So ganz vorbei ist es mit der Produktion in Wuppertal allerdings nicht. Einzelteile für den Thermomix wie Messer und Motoren sollen laut Unternehmssprecher weiterhin in Wuppertal hergestellt werden.

Ein belangloser Streit in Gelsenkirchen endet für einen Jugendlichen mit einem Messerstich. In Bottrop hat ein Feuer denKokerei-Kühlturm zerstört.

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