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Die Feuerwehr rettete die Kücken aus dem 1,5 Meter tiefen Schacht.

Tierischer Einsatz

Feuerwehr rettet Entenküken aus Gullyschacht

BERGHOFEN - Tierisches Familiendrama in Berghofen: Auf der Schulstraße sind am Montagabend zwei Entenküken in einen Gully gestürzt. Die Feuerwehr rückte an und befreite sie aus der misslichen Lage. Ihre Rettung verdanken die Tierchen einer aufmerksamen Nachbarin.

Als Kathrin Behrendt am Montagabend gegen 21 Uhr ihr Auto auf der Schulstraße in Berghofen parkte, fiel ihr etwas Seltsames ins Auge: Eine Entenmutter und drei Küken liefen unentwegt um einen Gullydeckel gegenüber ihres Hauses herum. Das machte Behrendt stutzig.

Sie sah sich den Gully genauer an und machte eine erschreckende Entdeckung: Aus dem Schacht klang ein Fiepsen. Entenküken waren in den Gully gefallen und dort gefangen. Weder die verzweifelte Entenmutter, noch Kathrin Behrendt und ihre Nachbarn konnten die Kleinen aus eigener Kraft befreien. Behrendt rief die Feuerwehr.

Schacht war 1,5 Meter tief

Mit sechs Mann und einem Löschfahrzeug eilte die Feuerwehr zur Rettung der hilflosen Entenküken. „Wir haben mit einem Beleuchtungsgerät den 1,50 Meter tiefen Schacht ausgeleuchtet und zwei Küken entdeckt. Wir sind rein gestiegen und konnten die Küken unversehrt bergen“, erklärt der Einsatzleiter Axel Sundermeyer.

Die Mutter und die drei Geschwister der Küken beobachteten den Einsatz aus sicherer Entfernung. Nachdem die Feuerwehr die zwei abgestürzten Küken gerettet hatte, brachten Kathrin Behrendt, ihre Mutter und eine Nachbarin die Entenfamilie in Sicherheit. „Wir haben die Küken in Pappkartons zu einer Wiese getragen, und die Entenmutter ist hinterher gedackelt“, schildert Behrendt. Wieder vereint zog die Familie von dannen.

„Dann haben wir unter dem Gullydeckel eine Plastiktüte angebracht“, so Behrendt. Damit der Gully nicht noch einmal zu einer Falle für Enten oder andere Tiere werden kann. Und falls doch, fallen die Tiere wenigstens nicht 1,50 Meter tief.

Sieben gerettete Kücken in der Gartenstadt

Auf der Schulstraße war es die erste Kükenrettung. Aber: „So etwas kommt immer wieder mal vor. Vor circa zwei Jahren haben wir in der Gartenstadt alle sieben Küken einer Entenfamilie aus einem Gully gerettet. Da musste sich der Kollege kopfüber in den Schacht hängen“, erzählt Sundermeyer.

Zum Glück sind bei der Feuerwehr bisher alle Fälle von Entenbefreiungen glimpflich ausgegangen.

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