Ein tierischer Einsatz

Feuerwehr rettet festgefrorene Gänse vom Eis

Wulfen - Einen tierischen Rettungseinsatz hatte die Feuerwehr am bitterkalten Donnerstagmorgen (8.2.). Dabei kam auch ein "Eisretter" zum Einsatz.

Bei Temperaturen von neun Grad minus sind zwei Gänse auf einem See an der Bundesstraße 58 festgefroren. Vorbeifahrenden Autofahrern bot sich dieses Bild: Gänse, die wild mit den Flügeln und den Füßen schlagen und trotzdem nicht von der Stelle kommen. Die Augenzeugen riefen die Feuerwehr.

Die Feuerwehrleute entschieden vor Ort, Henning Schlüter mit einem sogenannten Überlebensanzug auszurüsten und ihn dann mit einem "Eisretter" aufs zugefrorene Gewässer zu schicken. Da das Eis zwar gefroren war, aber einen Menschen nicht trug, musste sich Brandmeister Henning Schlüter ganz langsam und vorsichtig auf dem Eisretter den beiden Gänsen von unterschiedlichen Uferstellen aus nähern. Dabei waren sowohl Schlüter als auch der Eisretter vom Ufer aus mit Seilen gesichert. Dann konnte sich der Brandmeister den Vogel schnappen.

Vögel waren schlapp

Die Vögel seien schlapp gewesen, deswegen hätten sich ihre Abwehrversuche in Grenzen gehalten, so die Feuerwehr. Am Ufer wurde Schlüter die Gans abgenommen und in das warme Feuerwehrauto gebracht. Hier konnten sich die Tiere erst einmal aufwärmen. Anschließend wurden die beiden Gänse zu einem Tierarzt gefahren. Hier sollen die Vögel sicherheitshalber untersucht werden.

Einsatzleiter Martin Spiekermann war zufrieden. "In der Vergangenheit kam es schon mal vor, dass ein Tier bei starken Minustemperaturen auf dem Eis festgefroren war und wir es retten mussten, aber das gleich zwei Tiere an unterschiedlichen Stellen festsaßen, habe ich so noch nicht erlebt", berichtete Hauptbrandmeister Martin Spieckermann.

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