Transferpoker um BVB-Star

FC Arsenal macht Angebot für BVB-Stürmer Aubameyang

Dortmund - Die Zeit von Pierre-Emerick Aubameyang bei Borussia Dortmund läuft ab. Der FC Arsenal hat eine erste Offerte für den Stürmer geschickt. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bestätigte die Kontaktaufnahme, ließ die genannte Summe aber unkommentiert.

Der Wechsel von Pierre-Emerick Aubameyang zum FC Arsenal rückt näher. Am Samstag bestätigte Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke eine erste Kontaktaufnahme der Londoner. Parallel zum 1:1 seines Noch-Arbeitgebers hatte der Torjäger für eine nächste Provokation gesorgt.

Freizeit-Kick im Dembélé-Trikot

Als seine Mitspieler im Olympiastadion am Ball waren, gelangten Bilder von Aubameyang an die Öffentlichkeit, wie er mit Familienmitgliedern und Freunden in einer Dortmunder Soccerhalle an einem Jux-Kick teilnahm. Aubameyang, der auch noch ein Trikot des Ex-Dortmunders Ousmane Dembélé trug, hatte offensichtlich Spaß.

Dass die Bilder zufällig an die Öffentlichkeit gelangten, mochte am Tag danach niemand behaupten. Watzke verkniff sich einen Kommentar ("Wenn, dann sage ich intern dazu etwas"), bestätigte aber, dass der FC Arsenal wegen Aubameyang offiziell auf die Borussia zugekommen sei. Meldungen aus England, nachdem das erste Angebot ein Volumen von 50 Millionen Euro betragen würde, wollte er indes nicht kommentieren.

Tausch mit Giroud im Spiel

"Dazu sagen wir wie immer nichts." Dortmund wird den Gabuner zu diesem Kurs sicher nicht freigeben, mindestens 60, eher knapp an die 70 Mio. Euro werden die "Gunners" wohl auf den Tisch legen müssen - möglich ist dabei auch eine "Verrechnung" mit Olivier Giroud. Der Franzose spielt bei Arsenal keine Rolle mehr und bangt um seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Sommer.

Nach dem 1:1 in der Hauptstadt erklärte in André Schürrle erstmals auch ein Spieler ganz offensiv, dass der Fall Aubameyang ein großes Thema in der Mannschaft sei. Schürrle hat nicht besonders oft gespielt in dieser Saison bislang, aber er ist ein gestandener Bundesliga-Spieler, er ist Weltmeister, und er hat eine klare Meinung, die er auch vertritt.

Mitspieler sind genervt

Es sei unmöglich, das Thema Aubameyang zu ignorieren, meinte er nach dem 1:1, "es ist ein großes Thema, schafft Unruhe, es schafft Kopfschütteln. Es ist nicht einfach." Schürrle weiter: "Das Transferfenster ist noch zwölf Tage offen, danach werden wir vielleicht mehr Ruhe haben."

Das hörte sich nicht so an, als ob es innerhalb des Kaders ein ausgeprägter Wunsch sei, weiter mit dem eigenwilligen Torjäger aus Gabun zusammenzuarbeiten. Man habe schon oft versucht, auf ihn einzuwirken, führte Schürrle noch aus, "wir hatten viele Sitzungen, und wir sind eine kommunikative Mannschaft. Wir reden viel. Aber was in seinem Kopf vorgeht, weiß keiner so genau."

Nach einer durchwachsenen ersten Hälfte wachte die Borussia im Olympiastadion erst nach gut einer Stunde auf. Da lag Dortmund 0:1 hinten, nachdem 45 Sekunden nach Wiederbeginn Mario Götze einen Zweikampf im Mittelfeld verlor, Berlins Lazaro ungehindert flanken durfte und Davie Selke einen Stellungsfehler von BVB-Innenverteidiger Sokratis eiskalt ausnutzte.

Pech in der Schlussphase

In der wilden Schlussphase war dann sogar noch deutlich mehr drin als der Ausgleich von Shinji Kagawa, der nach Vorarbeit des erneut frech aufspielenden Jadon Sancho per Kopf traf. Der eingewechselte Alexander Isak traf noch die Latte (87.), der ebenfalls eingewechselte Andrey Yarmolenko wurde in der Nachspielzeit elfmeterreif gefoult. Der Pfiff vom Unparteiischen Christian Dingert aber blieb aus.

Die Schlussphase täuschte allerdings nicht darüber hinweg, dass es der Borussia ohne Aubameyang erneut an Zielstrebigkeit und Gefahr vor dem gegnerischen Tor mangelte. Daran werden sie arbeiten müssen, denn die Zeit des Gabuners in Dortmund läuft ab.

Ungeachtet der Tatsache, dass ihm Sportdirektor Michael Zorc erneut die Hand reichte, als er meinte: "Der Weg zurück ist möglich. Wir planen weiter mit Auba." Die Zeichen aber stehen nach Aubameyangs erneutem Affront erst recht auf Trennung.

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