Über 200 000 Unterschriften für Rad- statt Autoverkehr

Köln (dpa) - Mehr als 200 000 Menschen haben in Nordrhein-Westfalen eine Volksinitiative für die Stärkung des Radverkehrs unterstützt. Ganz genau seien 206 687 Unterschriften zusammengekommen, teilten die Initiative Radkomm und der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) NRW am Samstag in Köln mit.

"Damit ist unsere Volksinitiative "Aufbruch Fahrrad" die erfolgreichste Unterschriftensammlung für das Fahrrad in ganz Deutschland", sagte die Radkomm-Vorsitzende Ute Symanski der Deutschen Presse-Agentur. "Noch nie zuvor wurden so viele Unterschriften für das Fahrrad gesammelt. Von den 396 Gemeinden in NRW liegen aus 394 Unterschriften vor. Das heißt, wir können sagen, wir haben NRW flächendeckend erreicht."

Die Initiatoren - ein Bündnis von mehr als 2000 Verbänden und Vereinen - wollen erreichen, dass sich der Landtag mit dem Thema Radverkehr beschäftigen muss. "Es ist die erste Volksinitiative für ein Mobilitätsthema in der Geschichte von NRW", sagte Symanski. Dafür seien 66 000 Unterschriften nötig, die Zahl entspreche 0,5 Prozent der Wahlberechtigten im bevölkerungsstärksten Bundesland. Nun seien es sogar soviele Unterschriften geworden.

Das zeige, dass die Menschen im Land der Politik weit voraus seien. "Es geht um viel mehr als um Radwege, es geht darum, endlich mit "Auto first" aufzuhören." Die Initiative fordert unter anderem 1000 Kilometer Radschnellwege für den Pendlerverkehr, 300 Kilometer überregionale Radwege pro Jahr und kostenlose Mitnahme von Fahrrädern im Nahverkehr.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Chemiepark Marl: Hier wird der "intelligente" Kunststoff der Zukunft produziert
Chemiepark Marl: Hier wird der "intelligente" Kunststoff der Zukunft produziert
15-monatige Baustelle in Herten-Süd beginnt mit einer Vollsperrung
15-monatige Baustelle in Herten-Süd beginnt mit einer Vollsperrung
Bahnhof Sinsen nach Sperrung wieder für den Verkehr freigegeben - Frau geriet unter Zug
Bahnhof Sinsen nach Sperrung wieder für den Verkehr freigegeben - Frau geriet unter Zug
Gewalt in der Kreisliga: GW Erkenschwick will Zeichen setzen
Gewalt in der Kreisliga: GW Erkenschwick will Zeichen setzen
Nach der Schlägerei in Vinnum: Ein weiterer Klub will nicht mehr gegen Herta spielen
Nach der Schlägerei in Vinnum: Ein weiterer Klub will nicht mehr gegen Herta spielen

Kommentare