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Dr. Arnulf Siebeneicker schaut auf das Jahr 2019 im Hebewerk-Museum voraus.

Umbau

Neue Pläne für das Hebewerk-Museum

WALTROP - Ein großer Fachkongress, die U-Boot-Schau und Umbau der Dauerausstellung: Das Hebewerk-Museum hat eine volle Agenda für 2019.

Die Dauerausstellung des Hebewerk-Museums ist in die Jahre gekommen, die Präsentation nicht mehr ganz zeitgemäß. Höchste Zeit für eine Umgestaltung, zumal auch andere große Museen wie das Bergbaumuseum in Bochum gründlich modernisiert wurden und um Besucher werben. Da will das Hebewerk-Museum wettbewerbsfähig bleiben.

Pläne für den Umbau

„Wir hoffen, noch 2019 mit dem Umbau der Dauerausstellung starten zu können“, sagt Museumsleiter Dr. Arnulf Siebenecker. In der Zeit des Umbaus würde dieser Teil des Museums für die Besucher geschlossen. Umgesetzte werden sollen Pläne des Berliner Architekturbüros Beier+Wellach, das bei einem Wettbewerb zum Zuge gekommen war. Siebeneicker erläutert, es gehe um mehr „Hands on“-Angebote, also Möglichkeiten für Museumsbesucher, selbst etwas auszuprobieren. Ein spektakuläres Angebot, das sich die Planer auch für Waltrop vorstellen könnten, hat mit virtueller Realität zu tun. „Im Volkskunde-Museum in Berlin gibt es das schon, dass ein virtueller Dinosaurier durchs Museum läuft.“ Analog dazu könnte man sich auch für das Hebewerk-Museum vorstellen, virtuell Maschinen in den Raum zu zaubern, die dort früher real standen. Was im Einzelnen umgesetzt werden kann, ist natürlich eine Frage des Geldes.

Europäisches Netzwerktreffen

Doch der Umbau der Dauerausstellung ist nur eines von vielen Dingen, die im kommenden Jahr auf der Agenda stehen. Besonders freut sich Siebeneicker auf eine Fachtagung, die in der ersten September-Hälfte in „seinem“ Museum stattfinden soll. „Es gibt ein europäisches Netzwerk der Fluss-Museen“, erklärt er. Darin sind Museumsleiter und Kuratoren aus verschiedenen europäischen Ländern verbunden, darunter Polen, Österreich, Ungarn und Serbien. Und die tauschen sich im September für mehrere Tage in Waltrop aus. „Seit ich das Netzwerk kenne, ist mir erst einmal bewusst geworden, dass wir die größte Sammlung an Museumsschiffen von allen haben“, erzählt Siebeneicker.

U-Boot-Ausstellung

Unterdessen ist die große U-Boot-Ausstellung, die Ende vergangenen Jahres im Hafenmeistergebäude eröffnet wurde, noch bis Mitte September dort zu sehen. Eine Verlängerung der Schau, die zahlreiche Besucher anlocken dürfte, die sonst nicht ins Hebewerk kämen? „Leider ist das ausgeschlossen“, sagt der Museumsleiter. „Der Leihgeber Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel will seine Exponate danach sofort zurückbekommen, weil in Kiel in diesem Jahr die zentrale Feier zum Tag der Deutschen Einheit ausgerichtet wird. Dort will man die Exponate unbedingt zeigen.“

Ausblick

Bis Ende des Jahres wird es danach im Hafenmeistergebäude auch keine neue Ausstellung geben. 2020 soll dann eine Schau eines renommierten Industriefotografen gezeigt werden. Weil das aber noch nicht endgültig feststeht, schweigt Siebeneicker noch über Namen und Details.

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