Umstellung

Alle Gymnasien im Kreis Recklinghausen kehren zurück zu G 9

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Kreis RE - Gymnasien bereiten den Wechsel zum Sommer vor – mit neuen Lehrplänen, Stundentafeln, Büchern. „Das ist in den Griff zu bekommen.“

Alle 19 Gymnasien im Kreis Recklinghausen kehren nach den Sommerferien zum Abitur mit neunjähriger Gymnasialzeit (G 9) zurück, das bei vielen verhasste Turbo-Abitur (G 8) wird damit zum Auslaufmodell – auch am Recklinghäuser Marie-Curie-Gymnasium. „Die Umstellung auf das G 9-Abi klappt bisher ganz gut – als damals von G 9 auf G 8 umgestellt wurde, waren wir zum selben Zeitpunkt noch nicht so weit“, zeigt sich Schulleiter Christian Passerah zufrieden.

Die ersten beiden „neuen“ G 9-Jahrgangsstufen sind die Klassen 5 und 6 des kommenden Schuljahres, die älteren Schüler bleiben beim G 8-Abitur. „Die Kernlehrpläne für die neuen G 9-Klassen liegen bereits vor“, sagt Passerah – und erläutert die weiteren Schritte: „Jetzt folgen die sogenannten Implementationsveranstaltungen. Dabei werden die neuen Lehrpläne Lehrkräften unserer Schule erklärt. Diese Kollegen bringen die Ergebnisse in ihre jeweilige Fachkonferenz der Schule – und dann geht es an die konkrete Umsetzung der Lehrpläne.“

Verschiedene Rahmenbedingungen stehen bereits fest: So startet die zweite Fremdsprache in der Klasse 7, nicht in Klasse 6 wie beim Turbo-Abitur. Passerah: „Das bedeutet, dass wir im kommenden Schuljahr keine Schüler mit neuer zweiter Fremdsprache haben.“ Auch die neue Kernstundenzahl in der Sekundarstufe I, also von Klasse 5 bis 10, liegt fest: „Minimum für die sechs Jahre sind 180 Wochenstunden, dazu kann man bis zu acht weitere Ergänzungsstunden einplanen. Auf dieser Grundlage haben wir die vorläufige Stundentafel für unsere Schule bereits erstellt: In den Klassen 5 bis 7 haben die Kinder 30 Wochenstunden, also immer um 13.25 Uhr Feierabend. In der Klasse 8 gibt es 31, in Klasse 9 dann 32 und in der Klasse 10 schließlich 33 Stunden. So kommen wir insgesamt auf 186 Wochenstunden – die zusätzlich eingeplanten sechs Ergänzungsstunden nutzen wir zur individuellen Förderung.“

So steht die Stundentafel bereits – im Gegensatz zur Versorgung mit neuen Schulbüchern. „Die Verlage arbeiten hier unter Zeitdruck, stellen bereits neue Bücher vor. Da müssen wir sehen, dass wir gute Lehrbücher finden, die für die G 9-Lehrpläne angemessen sind“, sagt Christian Passerah. Aber auch dies sieht der Pädagoge entspannt: „Zunächst brauchen wir ja nur Bücher für die Stufen fünf und sechs – das wächst dann danach mit.“

Zwei Wünsche äußert Christian Passerah, Schulleiter des Recklinghäuser Marie-Curie-Gymnasiums, im Zusammenhang mit der Umstellung auf das G 9-Abitur: -„Die Umstellung ist eine günstige Gelegenheit, die digitalen Medien mehr in den Unterricht einzubeziehen. Ich wünsche mir da mehr Schwung.“ -„Veränderungen im Beruf sind in Ordnung. Es gibt immer Wandel, der auch Chancen bedeutet. Aber eine System-Umstellung wie von G 8 auf G 9 zieht viel Energie aus dem System Schule. Das sollte in nächster Zeit nicht nochmal geschehen.“

Natürlich bedeutet die Rückkehr zu G 9 für die Gymnasien speziell im Zusammenhang mit den Lehrplänen Mehraufwand. Passerah spricht von einer Menge Arbeit. „Aber das ist gut in den Griff zu bekommen, nicht besonders problematisch. Der Wechsel zu G 9 ist eine politische Vorgabe – die müssen wir umsetzen. Und die wollen wir so umzusetzen, dass für die Schüler etwas Gutes dabei herauskommt.“

Rubriklistenbild: © Archiv

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