Unfall auf der B236

Beide Fahrer flüchten - und beide haben ihre Gründe

Dortmund - Kurioser Fall auf der B236: Zeugen haben am Montag einen Unfall im Tunnel Wambel beobachtet. Beide, Verursacher wie Geschädigter, fuhren jedoch weiter - aus "guten" Gründen, wie sie später bei der Vernehmung angaben.

Am Montag gegen 14.15 Uhr haben sich Zeugen über den Notruf bei der Polizei gemeldet, die einen Verkehrsunfall schilderten. Auf der B236 in Richtung Schwerte wechselte ein weißes Auto im Tunnel Wambel auf den Verzögerungsstreifen zur B1 in Richtung Kassel. Kurz danach wechselte er wieder zurück auf die rechte Fahrspur der B236.

Dort prallte er mit einem grünen Auto zusammen. Doch keiner der beiden Fahrer blieb stehen - weder der Verursacher, noch der Geschädigte. Stattdessen wechselte der Fahrer des grünen Wagens nun auf die Abfahrt zur B1. Ihm folgte ein Zeuge, der der Polizei telefonisch den Standort mitteilte.

Ganze Reihe von Gründen

Den Wagen fanden die Beamten schließlich an der Westfälischen Straße - zunächst ohne Fahrer. Dieser kehrte jedoch kurz darauf zu seinem beschädigten Auto zurück.. Und dort lieferte er der Polizei direkt eine Reihe von Gründen, warum er den Unfall lieber nicht melden wollte.

Zunächst einmal hatte der 37-Jährige noch am Morgen Drogen genommen. Auch hatte der Dortmunder weder Fahrzeugpapiere noch Fahrerlaubnis. In deren Besitz war er auch nie gewesen. Außerdem fehlten die Kennzeichen am Auto. Im Umfeld fanden die Beamten jedoch eines, das offenbar zuvor noch schnell entsorgt worden war. Erste Ermittlungen ergaben, dass die Kennzeichen offenbar entwendet und möglicherweise mit einem gefälschten Siegel versehen wurden.

Beifahrerin musste zur Toilette

Und der weiße Wagen? Mit etwas Verzögerung meldete sich sein Fahrer - ein 38-jähriger Niederländer - direkt über den Notruf der Polizei. Auch er hatte seine Gründe, warum er schnell weiter musste. Seine Beifahrerin musste nämlich dringend zur Toilette. Dass sei ihm zunächst wichtiger gewesen.

Auf den 37-jährigen Dortmunder warten nun eine ganze Reihe an Ermittlungen. Er wurde von den Beamten zur nächsten Polizeiwache gebracht, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Danach durfte er gehen. Gegen den 38-Jährigen gibt es Ermittlungen wegen des Verdachts des unerlaubten Entfernens vom Unfallort.

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