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Ein Großaufgebot an Einsatzkräften war am 20. Dezember nach dem tödlichen Angriff auf wartende Fahrgäste an einer Bushaltestelle an der Hertener Straße vor Ort.

Unfall Hertener Straße

Gutachter untersucht Todesfahrer

RECKLINGHAUSEN - Drei Wochen nach dem tödlichen Angriff auf wartende Fahrgäste an der Bushaltestelle „Paulusstraße“ untersucht ein Gutachter den Geisteszustand des 32-jährigen Todesfahrers. Der Hertener wurde kurz nach seiner Festnahme am 20.Dezember in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung eingewiesen.

Diese befinde sich zwar in NRW, aber außerhalb der Region, teilte Staatsanwalt Dietrich Streßig auf Anfrage mit. Dass der Gutachter erst jetzt seine Arbeit aufnehme, liege daran, „dass es in der Nähe nur wenige Experten auf diesem Gebiet gibt“. Parallel dazu wird ein Gutachten erstellt, das den Hergang des Geschehens genau rekonstruieren soll.

Am Nachmittag des 20. Dezember hatte der mutmaßlich psychisch kranke Mann sein Auto in die Bushaltestelle gesteuert. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann in klarer Tötungsabsicht handelte. Auch einen versuchten Suizid schließen die Ermittler nicht aus. Eine 88-jährige Recklinghäuserin erlag noch am Abend im Krankenhaus ihren Kopfverletzungen. 14 weitere Menschen erlitten teils schwere Verletzungen oder mussten psychologisch betreut werden. Mittlerweile haben alle die Krankenhäuser verlassen. Die Befragung der Zeugen ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bochum inzwischen abgeschlossen. Noch nicht abschließend geklärt ist, ob der mutmaßliche Täter seinen Wagen unter Alkohol- oder Drogeneinfluss in die Menschenmenge steuerte.

Auch das Wartehäuschen an der Hertener Straße wurde noch nicht repariert. Dies liegt nach Angaben des Betreibers Degesta an dem noch zu erstellenden Gutachten zum Tathergang. Außerdem habe die Versicherung noch keine Unterlagen von der Staatsanwaltschaft bekommen. Indes schweigt der 32-Jährige weiter zum Tathergang, zumindest gegenüber dem Richter. Gegenüber einem Polizisten und einem Gutachter habe sich der Mann einmal zum Geschehen am 20. Dezember geäußert. Was er sagte, wollte die Staatsanwaltschaft nicht preisgeben.

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