Untersuchungshaft

NRW-Justiz zu langsam: Sieben Beschuldigte freigelassen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Die NRW-Justiz hat im vergangenen Jahr insgesamt sieben mutmaßliche Straftäter wegen zu langsamer Arbeit aus der Untersuchungshaft freilassen müssen. Damit hat sich die Zahl der Freilassungen gegenüber dem Vorjahr, als drei Verdächtige freigelassen werden mussten, mehr als verdoppelt.

Alle Freilassungen seien im Bereich des Oberlandesgerichts Köln erfolgt, heißt es in einem Bericht des NRW-Justizministeriums. Ein Strukturproblem sei dort dennoch nicht erkennbar. Der Anteil solcher Freilassungen liege bei weniger als 0,1 Prozent der U-Haft-Prüfungen.

Für Haftsachen gilt ein Beschleunigungsgebot. Nach sechs Monaten U-Haft ist bei jedem Gefangenen von einem Gericht zu prüfen, ob die Fortdauer der Haft gerechtfertigt ist. 2017 waren früheren Angaben zufolge drei Verdächtige freigelassen und 2016 fünf Beschuldigte trotz weiter bestehenden dringenden Tatverdachts auf freien Fuß gesetzt worden.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Alles halb so schlimm: Angekündigter Sturm hinterlässt keine Schäden im Kreis
Alles halb so schlimm: Angekündigter Sturm hinterlässt keine Schäden im Kreis
Bahnstrecke in Recklinghausen für zehn Tage gesperrt - was Bahnkunden wissen müssen
Bahnstrecke in Recklinghausen für zehn Tage gesperrt - was Bahnkunden wissen müssen
In der Innenstadt fliegen die Fäuste - die Polizei nimmt zwei Jugendliche fest
In der Innenstadt fliegen die Fäuste - die Polizei nimmt zwei Jugendliche fest
Schon wieder: Drei maskierte Täter rauben HEM-Tankstelle in Castrop-Rauxel aus
Schon wieder: Drei maskierte Täter rauben HEM-Tankstelle in Castrop-Rauxel aus
Ekel-Fund am Kanal in Datteln: Spaziergänger entdecken eine Plastiktüte - der Inhalt schockiert
Ekel-Fund am Kanal in Datteln: Spaziergänger entdecken eine Plastiktüte - der Inhalt schockiert

Kommentare