Urteile am Landgericht

Überfall auf Paketfahrer: Gefängnis und Bewährung für Räuber-Pärchen

Nach einem Überfall auf einen Dortmunder Paketboten sind die zwei Täter (28, 36) zu jeweils zwei Jahren Haft verurteilt worden. Doch nur einmal gewährten die Richter eine Bewährungschance.

Während die angeklagte Prostituierte wegen ihrer kriminellen Vergangenheit eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren kassierte, setzte das Gericht die gleichhohe Haftstrafe bei ihrem mitangeklagten Freund noch einmal zur Bewährung aus. Als Auflage muss der 36-Jährige künftig eine ambulante Drogentherapie durchlaufen.

Paketfahrer hielt auf ein Winken an

Der Überfall auf den Dortmunder Paketfahrer geht zurück auf den November 2016. Der Paketbote soll damals von dem angeklagten Paar an der Bornstraße in seinem Fahrzeug überwältigt, mit einem rund 30 Zentimeter langen Messer bedroht und bestohlen worden sein.

Der Zeuge hatte im Prozess vor der 32. Strafkammer behauptet, er habe seinerzeit auf das Winken der Frau am Straßenrand nur angehalten, weil er gedacht habe, sie wolle ihn nach dem Weg fragen. Plötzlich sei der 36-jährige Mann in den Lieferwagen gekommen. Eingeschüchtert von der Aufforderung, nun sein ganzes Geld rauszurücken, hatte der Paketfahrter den Lieferwagen dann nach eigenen Angaben auf einen nahen Parkplatz gesteuert und war geflüchtet.

Freier mit Taschenlampe bedroht

Im Prozess ging es auch noch um einen weiteren, ganz ähnlich gelagerten Überfall. Dabei soll die Prostituierte ebenfalls im November 2016 einen Freier mit dessen Auto an einen dunklen Ort gelotst haben, an dem der 36-jährige Freund der Angeklagten das Opfer dann schließlich mit einer Taschenlampe verprügelt haben soll. 300 Euro sollen anschließend unfreiwillig den Besitzer gewechselt haben.

Die Urteile lauten auf Diebstahl, Raub und gefährliche Körperverletzung. Mit Blick auf ihre Drogensucht kann die verurteilte Prostituierte einen Teil der Haftstrafe in einer geschlossenen Entzugsklinik verbüßen.

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